Das Verbandsliga-Team der HVE Villigst-Ergste 2020/21: Co-Trainer Martin Halberstadt, Jonas Mag, Philipp Koch, Louis Marquis, Jannis Mimberg, Fabian Bleigel, Robert Stelzer, Trainer Tobias Genau (hi.v.li.), Lars Schiereck, Erik Fastabend, Matthias Hermenau, Alexander Hänel, Marc Licha, Maximilian Jäkel (Mi.v.li.), Betreuer Jürgen Otte, Johannes Stolina, Maurice Rolfsmeyer, Co-Trainer Oliver Neuhausen, Dennis Friedrich, Jan Schulte, Jan Ludwig und Physiotherapeutin Alexandra Wolf. © Bernd Paulitschke
Handball-Verbandsliga

Teamcheck: Die HVE Villigst-Ergste vor ihrer Verbandsliga-Premiere

Es ist ein Novum: Noch nie hat eine Männermannschaft der HVE Villigst-Ergste in der Verbandsliga um Punkte gespielt. Mit dem Startschuss zur Saison 2020/21 ist dies aber nun der Fall.

Eine rauschende Aufstiegsparty ist allen Beteiligten der HVE verwehrt geblieben – Corona hatte die vergangene Spielzeit bekanntlich zu einem vorzeitigen Ende gebracht.

An der Berechtigung, dass die Villigst-Ergster nun eine Liga höher um Punkte spielen dürfen, gibt es aber nichts zu deuteln. Denn zum Zeitpunkt des Abbruchs standen sie auf Platz eins der Landesliga.

Fast auf den Tag genau sieben Monate später schlägt das HVE-Team mit seinem neuen Trainer Tobias Genau beim Traditionsverein OSC Dortmund am Samstag ein neues Kapitel auf.

Das Saisonziel

Die Zielsetzung zu definieren, sei ziemlich einfach, sagt Trainer Genau. „Wir sind Aufsteiger, und es gibt einen vermehrten Abstieg. Da ist selbstredend der Klassenerhalt das Ziel“, so der Coach. Zwölf Mannschaften bilden die Verbandsliga-Staffel 3, die letzten drei Teams müssen am Saisonende zurück in die Landesliga.

Genau ist aber zuversichtlich, mit seinen Schützlingen nicht zu diesen drei Mannschaften zu gehören. „Wir nehmen es nicht als Abenteuer, Verbandsliga zu spielen. Die Jungs haben es sich verdient, in diese Liga aufzusteigen“, sagt der Trainer. Nun wolle man die Aufstiegseuphorie mitnehmen, um in der höheren Spielklasse zu bestehen.

Die Saisonvorbereitung

Insgesamt habe die Mannschaft eine gute Vorbereitung absolviert, sagt Genau. Dazu gehörten auch ein knappes Dutzend Testspiele mit unterschiedlichem Ausgang. Gegen VfL Gladbeck, ein gestandenes Oberliga-Team, gab‘s eine deftige Klatsche.

Auf der anderen Seite aber ging die HVE in den meisten Partien als Sieger vom Feld – so auch bei der „Generalprobe“ am vergangenen Wochenende gegen den Landesligisten ASC 09 Dortmund, den man nach schwacher erster Halbzeit noch deutlich in die Schranken weisen konnte.

Das Personal

Neben Trainer Tobias Genau ist nur Lars Schiereck ein externer Neuer. Nach zwei Mittelfußbrüchen ist der Rückraumspieler zwar noch nicht bei hundert Prozent, „aber er macht große Fortschritte“, so sein Trainer.

Aus der eigenen „Zweiten“ aufgerückt sind Maxi Jäkel, der sich mit Philipp Koch den Part auf der Rückraum-Mitte teilen wird, und Matthias Hermenau.

Auf der anderen Seite gilt es vor allem, den studienbedingten Weggang von Jan Speckmann zu kompensieren. Insgesamt aber ist die Truppe der Vorsaison weitgehend zusammengeblieben, was laut Genau „ein Plus-Faktor“, für die HVE Villigst-Ergste werden soll.

Der Trainer

Tobias Genau (41), der die Nachfolge des Aufstiegstrainers Thorsten Stange angetreten hat, ist nach eigener Aussage sehr gut aufgenommen worden. „Die Jungs haben es mir leicht gemacht“, sagt Genau. Sein Stammverein ist der TV Arnsberg, für den er in der Verbandsliga spielt.

Als Aktiver kamen zehn Jahre Soester TV (Regionalliga) und fünf Oberliga-Jahre in Menden hinzu. Es folgte der nahtlose Übergang in den Trainerjob: Nach zwei Jahren Borussia Höchsten (Landes- und Verbandsliga) folgten vier Jahre mit den Oberliga-Damen des ASC 09 Dortmund und nun als dritte Trainerstation die Villigst-Ergste.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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