Statt Shakehands flogen die Fäuste - und das nächste Heimspiel wackelt wegen Corona

Im Heimspiel der Iserlohn Roosters gegen Wolfsburg kochten am Donnerstagabend die Emotionen hoch. Das Foto zeigt den Iserlohner Travis Evanyk (li.) eine Woche vorher in Bietigheim bei einer Auseinandersetzung mit einem Gegenspieler. © picture alliance/dpa
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Eishockey ist eine körperbetonte Sportart mit vielen Zweikampfsituationen. Das war auch in der Partie der Deutschen Eishockey-Liga (Penny-DEL) zwischen den Iserlohn Roosters und den Wolfsburg Grizzlys in der Eissporthalle am Seilersee der Fall. Nach dem Spiel aber sind normalerweise beim Shakehands alle Härten der Partie vergessen – man gibt sich fair die Hand. Das war diesmal aber nicht der Fall.

Denn bei besagtem Shakehands gerieten mehrere Akteure beider Teams aneinander. Die Emotionen schaukelten sich hoch, es flogen die Fäuste und wurde in einem Maße aufeinander eingedroschen, das auch für Eishockey-Verhältnisse weit über den Rahmen des Normalen hinausging. Am Ende kassierten die Roosters-Spieler Sena Acolatse und Maxim Rausch sowie auch zwei Wolfsburger jeweils eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Zwei Spiele der Doppelschläge

Und sportlich? Hinter den Iserlohnern liegen zwei Spiele der Doppelschläge. Während die Sauerländer beim Auswärtsspiel in Straubing am Dienstagabend durch einen frühen Doppelschlag der Gastgeber innerhalb von 20 Sekunden in der fünften Minute auf die Verliererstraße gerieten und am Ende mit 2:6 unterlagen, profitierten die Iserlohner beim 5:2-Heimerfolg über Wolfsburg gleich zweifach von einem Doppelschlag.

Nach der 1:0-Führung durch Casey Bailey in Überzahl (15.) folgte Anfang des zweiten Drittels der erste Doppelschlag der Hausherren: Erst erhöhte Joe Whitney erneut im Powerplay auf 2:0 (21.), nur 18 Sekunden später schoss Nick Schilkey das 3:0. Lediglich 2785 Zuschauer sahen am Seilersee ein hitziges und umkämpftes Spiel, in dem Wolfsburg zehn Minuten vor Schluss zum 2:3 verkürzen konnte (50.). Doch die Roosters setzten mit dem zweiten Doppelschlag durch zwei „Empty-Net“-Treffer von Travis Ewanyk und Eric Cornel innerhalb von 22 Sekunden (59.) den Schlusspunkt zum 5:2-Endstand auf dem Eis, ehe anschließend die Emotionen hochkochten.

Der nächste Gegner ist in Team-Quarantäne

In der Tabelle steht Iserlohn nun vor dem Spiel beim Tabellenneunten Augsburg (19 Uhr, Magenta TV) auf dem fünften Platz. Ob dann auch das nächste Heimspiel am Freitag (29. Oktober) stattfinden kann, ist dagegen noch offen. Beim Gegner, der Düsseldorfer EG, gibt es mehrere Corona-Fälle – mit der Folge einer Team-Quarantäne zunächst bis zum 25. Oktober.