Auch nach langer Spielpause hatte ein heimischer Verein Grund zur Erleichterung. © Timo Janisch
Fußball

Schwerter Stürmer glaubt, er hätte an die 50 Tore geschossen – und geht in die Bezirksliga

Ein Schwerter Stürmer wurde nach Saisonstart sofort zur offensiven Lebensversicherung seines Team. Dem hat er nun den Rücken gekehrt. Es hätte eine herausragende Saison werden können.

Es war eine kurze Fußballsaison. Nur für die treffsichersten Stürmer war sie lang genug, um auf eine zweistellige Torausbeute zu kommen – oder sogar zur Lebensversicherung seines Teams zu werden.

Nur drei Spiele hat der TuS Wandhofen in der Kreisliga C Iserlohn-West absolviert. Zehn Tore hat Stürmer Steffen Kost trotzdem geschossen – ein absoluter Spitzenwert.

Steffen Kost: „Es wären schon an die 50 Tore gewesen“

„Es wären schon an die 50 Tore gewesen“, sagt Kost mit Blick darauf, was passiert wäre, hätte die Saison nicht unterbrochen und schließlich annulliert werden müssen. Er traf sehr konstant, erzielte drei und sogar vier Tore.

Steffen Kost hat schon für zahlreiche Schwerter Vereine gespielt. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Der Stürmer-Routinier zeigt sich trotz seiner überragenden Torquote selbstkritisch. „Es hätten mehr sein können. Ich habe schon einiges liegen gelassen.“

Zur Wandhofener Lebensversicherung hat es dennoch gereicht. Insgesamt schoss der TuS nur 18 Tore, Kost war also für mehr als die Hälfte aller Treffer Wandhofens verantwortlich.

Was die Offensive angeht, sei er schon die Lebensversicherung gewesen, findet Kost. Doch ein Fußballspiel bestünde nicht nur aus dem Angriff. „Wir haben schon eine gute Truppe zusammengehabt“, sagt Kost.

Diese Truppe hat er inzwischen allerdings schon wieder verlassen. Ihn zieht es bekanntlich zum SC Hennen. Dort will der Knipser nochmal in der Bezirksliga angreifen.

Geplant sei das zunächst allerdings nicht gewesen. Seit anderthalb Jahren versuche Kost eigentlich, kürzerzutreten vom Fußball. „Da hatte ich die Phase im Kopf, einen ruhigen Ball zu schieben“, sagt er.

Steffen Kost attestiert sich: Ich bin ruhiger geworden

Doch Kost will es nochmal wissen. TuS Holzen-Sommerberg, ETuS/DJK Schwerte, TuS Wandhofen, SG Eintacht Ergste, SC Berchum/Garenfeld, VfL Schwerte, SV Langeschede, ASC Dortmund II – die Liste der Vereine, für die Kost schon gespielt hat, ist lang. Die seiner Aufstiege ist nicht wesentlich kürzer.

„Ich bin ein klassischer Neuner, der manchmal leicht von der Rolle ist“, sagt Kost über sich selbst. Was er damit meint: „Ich bin jemand, der versucht, immer alles herumzureißen und nach vorne zu peitschen – auch mal im schärferen Ton“, so Kost, der aber glaubt, ruhiger geworden zu sein.

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freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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