Die Modernisierung der GWG-Schwerte-Arena mit LED-Flutlicht und einer neuen Kunstrasendecke ist ein mittelfristiges Projekt, das sich Präsident Jürgen Rump auf die Fahnen geschrieben hat. © Marcus Wiesehöfer/VfB Westhofen
Fußball

Schwerter Fußballpräsident hat mal in der Oberliga gespielt – im Verein weiß es kaum einer

Jürgen Rump ist seit gut anderthalb Jahren der Präsident des VfB Westhofen. Der 56-Jährige lässt diese Zeit Revue passieren und spricht auch über seine aktive Fußballerkarriere.

Er habe den schönsten Einstieg in sein Amt gehabt, den man als Präsident haben kann, sagt Jürgen Rump.

„Wir standen kurz vor der 100-Jahr-Feier unseres Vereins. Das war natürlich ein ganz besonderer Höhepunkt, wenn auch vorab verbunden mit sehr viel Arbeit im Festkomitee. Aber als diese Arbeit geschafft war, hatte ich die Ehre, den Verein, unsere Sponsoren und die vielen Gäste durch die Festtage zu führen. Natürlich war es ungewohnt, plötzlich auch so viel persönliche Publicity zu haben. Aber auf diese Weise habe ich auch im Zeitraffer die für den Verein wichtigsten Partner kennengelernt“, blickt Rump zurück.

Fünf Monate später kam Corona – und auch als Vereinspräsident sah man sich plötzlich vor ganz neue Herausforderung gestellt. „Natürlich hat das Virus uns allen – den Sportlern, den Trainern, der Geschäftsführung, unseren Gastronomen und unseren Sponsoren – eine Menge abverlangt. Wir mussten Hygiene-Konzepte entwickeln, Spielpläne umstoßen, Trainingsplätze verlagern, Zuschauer reglementieren und und und…“

Doch wegen des großen Zusammenhalts sei es gelungen, „dass wir als Verein heute relativ gut dastehen“, sagt Rump, verbunden mit einem Dank an die Sponsoren, die trotz eigener Sorgen fast alle treu geblieben seien.

Jürgen Rump ist seit etwa anderthalb Jahren der Präsident des VfB Westhofen. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Jürgen Rump: „Haben gute Entscheidungen getroffen“

Und wie bewertet Jürgen Rump den sportlichen Aspekt? „Wir haben schon im letzten Jahr – natürlich auch mit etwas Glück – sehr gute Entscheidungen getroffen“, sagt der Präsident und meint damit nicht zuletzt die Verpflichtung des renommierten Lothar Huber als Trainer für die erste Mannschaft an der Seite von Christoph Pajdzik. „Das Miteinander ist gut, die Motivation riesig – und dann sollte sich auch weiterhin der Erfolg einstellen“, sagt Rump.

Was den Verein betrifft, verrät der Präsident, „haben wir auch einiges Neues vor“. So hätten im vergangenen Sommer bereits erste Gespräche mit Vertretern der Stadt Schwerte zur Zukunft der GWG-Schwerte-Arena an der Wasserstraße stattgefunden.

LED-Flutlicht und neue Kunstrasendecke

„Hier stehen einige positive Veränderungen an“, verspricht Rump, „aber die Gespräche laufen noch und noch sind nicht alle Ideen finanziell untermauert.“ Mittelfristig seien eine LED-Flutlichtanlage und eine neue Kunstrasendecke in Planung.

Und kurzfristig haben sich die Westhofener schon mit einem Platzwart verstärkt, der mit Hilfe kommunaler Förderung eingestellt worden ist. „Darüber freuen wir uns ganz besonders. Denn an vielen Stellen gibt es Arbeit, für die wir als ehrenamtlich Tätige nicht immer die nötige Zeit haben. Ich denke, da werden der Sportplatz und die Geschäftsräume weit nach vorne gebracht“, sagt Jürgen Rump.

Erfolgreiches Gespann mit Michael Kalwa

Abschließend ist es dem VfB-Präsidenten noch ein Bedürfnis, auf seine Zeit als aktiver Fußballer einzugehen. Die meisten Westhofener kennen ihn seit 2009, als er als Co-Trainer mit Chefcoach Michael Kalwa ein erfolgreiches Trainergespann bildete.

„Dass ich davor ein ganz guter Fußballer war, wissen viele im Verein gar nicht“, sagt Rump, der im Hagener Raum für den Hasper SV, SSV Hagen, VfL Gevelsberg, Fichte Hagen und den SV Hohenlimburg 10 am Ball war und es bis zur Oberliga gebracht. „Das war damals immerhin die dritthöchste Amateurklasse“, sagt Rump nicht ohne Stolz – und als Aktiver gut unterwegs gewesen zu sein, kann ja für das Führungsamt beim VfB Westhofen ganz sicher auch nicht schaden.

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Michael Doetsch

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