Starten die Basketballer der Schwerter TS doch noch Anfang Mai in die Saison? Es bleiben viele Fragezeichen. © Bernd Paulitschke
Basketball

Saisonstart Anfang Mai? Das sieht Alexander Prinz ziemlich skeptisch

Noch hat der Westdeutsche Basketball-Verband die Saison nicht endgültig abgesagt, hofft auf einen Start Anfang Mai. Das sieht Alexander Prinz, Trainer der Schwerter TS, allerdings skeptisch.

Es ist noch kein einziges Spiel in der Basketball-Landesliga absolviert worden. Das letzte Match der Schwerter TS ist schon so lange her, dass Alexander Prinz, der Coach der Schwerter TS, sich daran nicht mehr erinnern kann. Und dennoch hat der Westdeutsche Basketball-Verband (WBV) die Saison 2020/21 noch nicht gänzlich angehakt, bringt Anfang Mai für einen Start ins Spiel. Ein Wunschtermin. Kaum denkbar für den Schwerter Prinz.

Vorbereitungszeit von drei bis vier Wochen

„Ich bin da wirklich skeptisch, wir benötigen ja mindestens drei Wochen für die Vorbereitung. Eigentlich eher vier Wochen. Aber niemand weiß, wann die Sporthallen wieder geöffnet werden können“, kommentierte Prinz die Beschlüsse der 7. Videokonferenz des WBV. Klar ist aber auch. Eine Rückkehr in die Sporthallen müsste spätestens Anfang April Voraussetzung sein, um noch genügend Vorlauf bis Anfang Mai zu haben. Nach einer so langen Pause ist das Verletzungsrisiko einfach viel zu hoch.

Es waren überarbeitete Pläne, die der WBV auf seiner siebten digitalen Zusammenkunft mit mehr als 100 Vereinsvertretern präsentierte. Der zuvor im Dezember 2020 anvisierte Termin, am 1. März endlich in die neue Spielzeit starten zu können, war aufgrund der aktuellen Lage in der Corona-Krise nicht mehr zu halten. Offiziell abgesagt wurde die Saison allerdings vom Verband nicht. Es soll noch ein letzter Versuch unternommen werden, eine verkürzte Spielzeit über die Bühne zu bringen – beginnend mit einem Terminplan ab Anfang Mai.

Die endgültige Entscheidung darüber soll Anfang April gefällt werden. Es sickerte aber durch, dass die Stimmung unter den Vereinsvertretern nicht besonders euphorisch ob dieses Termins war.

Stimmung soll nicht sonderlich euphorisch gewesen sein

Sollte der Saisonstart Anfang Mai dennoch erfolgen, wäre das mehr als ein Jahr nach der letzten Liga-Partie der Schwerter TS. Man kann sich vorstellen, dass die Spieler rein körperlich nicht in bester Verfassung sein können. Bereits im ersten Lockdown standen die Sporthallen in Schwerte zum Training nicht mehr zur Verfügung.

Nach der kurzen Lockerungs-Phase im Sommer folgte der zweite Lockdown. Wieder ging nichts mehr in Sachen Training. „Zuerst haben wir uns noch draußen zum Training verabredet, aber das ist bei diesen Witterungsbedingungen ja auch nicht mehr möglich. Ich gehe davon aus, dass die Sportstätten nicht vor dem Ende der Osterferien wieder geöffnet werden. Also frühestens Mitte April“, so Prinz.

Basketball im Wohnzimmer funktioniert nicht

Der Vorsitzende der Basketball-Abteilung berichtet, dass sich die Spieler so gut wie möglich mit Hilfe der App „Teamfit“ in Form halten. „Wir haben regelmäßig Videokonferenzen, alle ziehen wirklich gut mit. Aber wir können als Basketballer nun mal keinen Basketballkorb im heimischen Wohnzimmer aufbauen“, erklärt Prinz. Der froh ist, dass noch alle Spieler dabei sind. „Ich habe noch keine Absage erhalten“, so der Coach.

Der Zeitplan ist die eine Seite, die andere ist die Frage der Freiwilligkeit. „Ich bin da eher vorsichtig unterwegs, die Gesundheit geht vor. Es soll ja alles freiwillig passieren. Und ich kann mir nicht verstellen, dass ich dafür genügend Spieler zusammenbekommen würde. Ich kann ja niemanden dazu zwingen, wieder zu spielen“, zweifelt Prinz an eine vernünftige Umsetzung, angesichts des immer kleiner werdenden Zeitfensters und der aktuellen Lage in der Corona-Pandemie, selbst eine stark verkürzte Spielzeit über die Bühne zu bringen.

Scheitert der letzte Versuch, geht’s erst nach den Sommerferien weiter

Scheitert auch dieser letzte Versuch, soll die Saison schließlich abgesagt werden. Weiter ginge es dann nach den Sommerferien am 6. September. Eine Lösung, mit der auch der Schwerter Alexander Prinz einverstanden wäre.

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Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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