Ein Foto aus aktiven Zeiten: In den 1990er-Jahren zählte der Schwerter Jens Vorsatz zu den besten deutschen Slalomkanuten. © Marcel Strunck
Kanuslalom

Runder Geburtstag eines Olympiateilnehmers: Barcelona-Motto war „Sekt oder Selters“

Einer der erfolgreichsten Athleten des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (KVS), der in den 1990er-Jahren zu den besten Kajakfahrern des Landes gehörte, hat Geburtstag: Jens Vorsatz wird 50.

Acht Olympiateilnehmer hat der Kanu- und Surf-Verein Schwerte im Laufe der Jahre hervorgebracht: Von Detlef Lewe über die Brüder Wolfgang und Uli Peters, den Niederländer Sam Oud sowie Jens Ewald, Ariane Herde und Vio Oblinger-Peters. Und eben Jens Vorsatz, der seine Laufbahn mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona krönte.

Auch wenn Vorsatz, der im fränkischen Herzogenaurach lebt und als IT-Fachmann für den großen Sportartikelkonzern mit den drei Streifen arbeitet, schon länger nicht mehr in Schwerte wohnt, ist die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt und speziell zum KVS nach wie vor vorhanden.

Jens Vorsatz: „Es ist wie Nach-Hause-Kommen“

„Ich bin zwar nur noch selten in Schwerte. aber wenn ich mal da bin, ist das wie Nach-Hause-Kommen“, sagt Vorsatz. Zu Weggefährten wie Dirk Bovensmann, Guido Brand, Roger Weist, Jan Schettner und einigen anderen ist der Draht nie abgerissen – im Gegenteil. Es gibt gemeinsame Aktivitäten, so ist zum Beispiel für den kommenden Sommer eine Paddel-Tour im Ötztal geplant. „Bis dahin muss ich aber noch trainieren“, sagt Vorsatz lachend. Allzu oft sitze er nicht mehr im Boot, in diesen Corona-Zeiten schon gar nicht.

Ganz anders 1992 in Barcelona. Das olympische Rennen lief damals allerdings nicht so, wie sich Jens Vorsatz das vorgestellt hatte. „Sekt oder Selters“ sei damals seine Devise gewesen, erinnert sich Vorsatz. Und bis kurz vor dem Ziel sah es auch richtig gut aus für den KVS-Athleten. „Aber dann ging nix mehr“, so Vorsatz. Eine unfreiwillige Drehung habe er eingebaut, „so wie beim Skifahren, wenn du einfädelst“. So wurde es am Ende „nur“ der 29. Platz – und trotzdem sei Olympia „das mit Abstand nachhaltigste Erlebnis meiner Sportkarriere“, sagt Jens Vorsatz.

Seinen 50. Geburtstag feiert Vorsatz nicht allzu groß – wie auch in diesen Tagen der Pandemie. Eine große Fete zum halben Jahrhundert könnte es aber doch noch geben. „Das holen wir im Sommer nach“, sagt er – aus alter Verbundenheit sind dann möglicherweise auch ein paar Kollegen vom KVS dabei.

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Michael Doetsch

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