In ungeahnter Eindeutigkeit votierten die Mitglieder des VfL Schwerte und des TuS Wandhofen am Dienstagabend für eine Fusion. Hier referiert Projektleiter David Weber (re.) für die Stadt. © Bernd Paulitschke
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Platz 6: Fusion zwischen VfL Schwerte und TuS Wandhofen mit ganz klarem Votum

Ein außergewöhnliches Jahr geht zu Ende. Wir blicken zurück und präsentieren nochmal die zehn am besten geklickten Geschichten des Schwerter Sportjahrs 2020 - täglich bis zum 31. Dezember.

Platz sechs im Ranking der am meisten gelesenen Artikel des Schwerter Sportjahres war der Bericht über die Mitgliederabstimmung zur geplanten Fusion des VfL Schwerte und des TuS Wandhofen. Der Artikel stammt vom 1. September.

Der Weg zur Fusion zwischen dem VfL Schwerte und dem TuS Wandhofen ist geebnet. Die Mitglieder beider Vereine votierten am Dienstagabend in ungeahnter Eindeutigkeit für den Zusammenschluss der beiden Traditionsvereine.

Drei Enthaltungen, keine Gegenstimme

Auf der jeweiligen außerordentlichen Mitgliederversammlung der beiden Klubs, die nach einer gemeinsamen Informationsveranstaltung dann in getrennten Räumlichkeiten der Rohrmeisterei stattfanden, stimmten beim VfL 78 von 80 Stimmberechtigten für die Fusion. Es gab zwei Enthaltungen und keine Gegenstimme.

Genauso eindeutig war es beim TuS Wandhofen: 35 Mitglieder durften abstimmen, 34 votierten mit „Ja“, eine Person enthielt sich. Mit anderen Worten: Kein einziges der 115 anwesenden Mitglieder der beiden Vereine stimmte gegen die Pläne, gemeinsame Sache zu machen.

Kräftig die Werbetrommel gerührt

Verbunden ist die Fusion mit dem geplanten neuen Sportzentrum. Nur wenn die neue Anlage auch wirklich entsteht und sich damit der Standortwechsel zum Wandhofener Bruch vollzieht, wird auch die Fusion verwirklicht – so steht es in der Beschlussvorlage, die die Mitglieder beider Vereine in der erwähnten Eindeutigkeit abnickten.

Zuvor hatten alle Beteiligten kräftig die Werbetrommel für das Projekt gerührt. Bürgermeister Dimitrios Axourgos und Projektleiter David Weber übernahmen diesen Part aus städtebaulicher Sicht der Stadtverwaltung.

Ein Bauvolumen von 6,26 Millionen Euro sind für die Anlage veranschlagt, auf der auf einer Fläche von etwa 3 Hektar ein Großspielfeld, ein Kleinspielfeld und vier Beachvolleyballfelder entstehen sollen.

Und weil die jetzigen Sportplätze am Schützenhof und in Wandhofen bebaut werden sollen, sei das Gesamtprojekt wegen der daraus resultierenden Einnahmen aus Sicht der Stadt auch wirtschaftlich sinnvoll.

Konkreter Entwurf für „das Leuchtturmprojekt“

Anschließend stellte Bernd Arnhold, Wirtschaftsratsvorsitzender des VfL Schwerte, einen ziemlich konkreten Entwurf vor, wie „das Leuchtturmprojekt“ am Ende aussehen soll. Im Sommer 2023, so stellte es auch David Weber in Aussicht, soll alles fertig sein – aber eben nur unter der Voraussetzung, dass die Fusion zustande kommt.

Entsprechend vehement appellierte Arnhold, wie später auch weitere Vorstandskollegen beider Vereine, an die Mitglieder: „Seid euch Eurer Verantwortung bewusst und entscheidet nicht aus der Emotion heraus“, so Arnhold.

Keine kontroversen Diskussionen

Sichtlich überrascht waren die acht Vertreter der Führungsgremien der beiden Vereine auf dem Podium dann, als es zum Abschluss des Info-Abends unter dem Tagesordnungspunkt „Aussprache“ kaum Wortmeldungen gab. Ein paar wenige Fragen, die leicht beantwortet werden konnten – das war’s aber auch schon. Jegliche kontroversen Diskussionen, die sie im Vorfeld befürchtet hatten, blieben aus.

So war nach ziemlich genau einer Stunde alles gesagt. Nach einer Raucherpause fanden sich die Mitglieder dann zu den beiden Versammlungen zusammen, die eine gute Viertelstunde später in beiden Räumen mit Applaus beendet wurden – alle Beteiligten waren ganz offenbar sehr zufrieden damit, die gemeinsame Zukunft des VfL Schwerte und des TuS Wandhofen auf den Weg gebracht zu haben.

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Michael Doetsch

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