Rund ums Bootshaus des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte (KVS) sollten Anfang Oktober die Deutschen Schülermeisterschaften im Kanuslalom stattfinden. Daraus wird nun aber nichts. © Bernd Paulitschke
Kanuslalom

Nachwuchspaddler aus ganz Deutschland auf der Ruhr? Leider nicht

Der Kanu- und Surf-Verein Schwerte (KVS) hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch nun steht fest, wie der KVS mit der Ausrichtung der Deutschen Schülermeisterschaften umgeht.

Der KVS wird die Deutschen Schülermeisterschaften im Kanuslalom, die eigentlich am 3. und 4. Oktober auf der Ruhr hätten stattfinden sollen, nicht ausrichten.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, sie war aber nicht zu umgehen“, schreibt der KVS-Vorstand an seine Mitglieder.

Erheblicher Zusatzaufwand und hohe Kosten

Vereinsvorsitzender Klaus Volke erläutert den Sachverhalt: Im Hinblick auf die Corona-Gefahr hätte eine solche Großveranstaltung, zu der wohl mindestens 150 Nachwuchspaddler aus ganz Deutschland für zwei Tage in die Ruhrstadt gekommen wären, nur unter großen Einschränkungen stattfinden können, die mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden gewesen wären.

So wären zum Beispiel Übernachtungen auf dem KVS-Gelände rund um das Bootshaus am Detlef-Lewe-Weg gar nicht möglich gewesen. Die Zahl der Begleitpersonen der Sportlerinnen und Sportler hätte auf wenige begrenzt werden müssen.

Titelkämpfe wären zu stemmen gewesen

„Unter anderem hätten wir das gesamte Gelände und das Ruhrufer einzäunen und den Zugang akribisch überwachen müssen. Eine Sperrung des Ruhrtalweges und eine Umleitung des Radverkehrs gehörten ebenfalls zu den Auflagen, die im Vorfeld unserer Planung gemacht wurden“, erklärt Klaus Volke.

Trotz dieses erheblichen Aufwandes wäre der Verein aber wohl mit seinen vielen Helfern in der Lage gewesen, die Ausrichtung der Titelkämpfe zu stemmen, meint Volke.

Besorgt um die Gesundheit aller Beteiligten

Doch die Sorge um die Gesundheit aller Beteiligten habe letztlich den Ausschlag für die Absage gegeben, sagt der Vorsitzende und führt weiterhin aus: „Angesichts steigender Zahlen von Neuinfektionen – auch in unserer Region – erschienen uns die mit einer solchen Veranstaltung verbundenen Gefahren zu groß, sodass wir eine Durchführung nicht verantworten können.“

Bedauernswert sei es natürlich vor allem für die eigenen Sportler, dass dieser Wettkampf auf heimischem Gewässer nicht stattfinden kann. „Aber letzten Endes blieb uns keine andere Wahl“, sagt Klaus Volke abschließend – verbunden mit einem Dank an alle, die sich in den vergangenen Wochen mit großem Engagement an der Vorbereitung und an den Detailplanungen beteiligt haben.

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Michael Doetsch

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