Seit Jahrzehnten sind Mario Sobottka und seine Mitstreiter auf Mallroca unterwegs. © Oskat Neubauer
Radsport

Mario Sobottka macht Werbung für Schwerte im Schwarzwald

Er ist in Schwerte der Begriff für Radsport, veranstaltet seit Jahrzehnten zudem Radreisen nach Mallorca und den Schwarzwald. Nach 40 Jahren macht ihm Corona einen Strich durch die Rechnung.

Der Mann ist Kult. Zu seiner aktiven Zeit in den 1970er und 1980er Jahren als Radsportler, als er als Nationalfahrer auf der Straße für Furore sorgte. Und ebenso als Gründer des Fahrrad Fachmarktes, seit einigen Jahren „Im Reiche des Wassers“ angesiedelt und eine der angesehensten Adressen für hochwertige Sporträder in Schwerte und der gesamten Region. Kult sind aber auch seine seit Jahrzehnten angebotenen Radreisen nach Mallorca und in den Schwarzwald. Die Reise auf die Balearen musste Sobottka bereits coronabedingt absagen, jetzt hofft er auf die Fahrt in den Schwarzwald im September.

Die traditionelle Frühjahrs-Reise der Schwerter Radsportler nach Mallorca findet coronabedingt in diesem Jahr nicht statt. © Oskar Neubauer © Oskar Neubauer

Auf der einen Seite boomt der Verkauf von Fahrrädern in der Corona-Krise, auf der anderen Seite läuft im Sport- und Reisebereich quasi nichts mehr. Anfang März hätte es wie in den vergangenen 20 Jahren nach Mallorca gehen sollen, nach Sant Jordi im Süden der Insel. Wer mit Mario Sobottka dort hinfährt, erlebt genau das Gegenteil von dem, was normale Radtouristen auf Mallorca erfahren. Statt Gedrängel am Buffet gibt’s bei Mario Sobottkas Mallorca-Reise Service am Tisch, statt in riesigen Gruppen geht‘ in kleineren Grüppchen auf die Straßen Mallorcas. Angeführt und persönlich betreut vom Chef selbst. Mario Sobottka ist Veranstalter und Tourguide in einem. Man kennt sich – und das seit nunmehr 20 Jahren.

Alle Hoffnungen liegen jetzt auf den September, dann soll es wie in den letzten 40 Jahren in den Südschwarzwald gehen. Die Adresse ist quasi der Goldstandard in Radsportkreisen. Die Kirchzartener Traditionsgaststätte „Zum Löwen“. Ganze Generationen von Radsportlern hat Senior-Chef Albert Rettich im Winter wie immer Sommer bekocht und verpflegt. Mittlerweile haben die Söhne Philipp und Simon das Sagen. „Der Ort Schwerte ist im Südschwarzwald längst ein Begriff. Wir machten dort Top-Werbung für unsere Heimat“, so Sobottka, für den der Spaßfaktor trotz des Trainings immer an erster Stelle steht.

Terrain rund um den Feldberg

Die Schwarzwald-Gruppe ist etwas kleiner. Jedes Jahr machen sich um die 15 Radsportler auf, um auf dem anspruchsvollen Terrain rund um den Feldberg 100 bis 120 Kilometer zu fahren. Mario Sobottka, vom Typ her jemand, der offensichtlich nie wirklich älter wird und immer ein Lächeln im Gesicht hat, übernimmt auch hier die Führungsarbeit auf der Strecke. So wie früher bei Rund um Köln oder der Saarland-Rundfahrt. Und natürlich darf auch nie ein Abstecher zum Berggasthof Wasmer auf dem Herzogenhorn neben dem Feldberg fehlen. Das Wirtsehepaar Andrea und Thomas sind längst Freunde der Schwerter-Radsportgruppe.

Sonntags mit MTB oder dem Rennrad unterwegs

Zuhause in Schwerte boomt in Zeiten von Corona die Fahrradindustrie. Mario Sobottka führt zusammen mit seinem Geschäftspartner Matthias Miekus den Fahrrad Fachmarkt, ihnen zur Seite steht der Geselle Gian Franco Atzeni. Man legt Wert auf Handarbeit, betrachtet sich als Manufaktur. Und Ex-Nationalfahrer Sobottka ist auch immer dabei, wenn es sonntags zusammen mit dem von ihm gegründeten Vinci-Team raus geht. Im Winter mit dem MTB Richtung Bürenbruch mit einer standesgemäßen Pause am Ponyhof Gut Böckelühr. Im Sommer mit dem Rennrad an den Sorpesee. Daran kann auch die Corona-Pandemie nichts ändern.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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