Das alte E-Junioren-Trikot passt noch immer. © Privat
Fußball-Bezirksliga

Lukas Lenz kehrt zum Geisecker SV zurück, obwohl er seine Karriere beendet hatte – Warum?

Nach vielen Jahren als Fußball-Profi und in der gehobenen Amateurklasse schnürt Lukas Lenz wieder für seinen Heimatverein die Schuhe. Sein erster Einsatz könnte früher kommen, als erwartet.

Er hatte seine Fußball-Karriere mit 32 Jahren eigentlich schon beendet. In einem Interview mit den Ruhr Nachrichten erzählte Lukas Lenz dann aber, dass es ihn immer noch ab und an in den Füßen jucke. Auf die Frage, welcher Verein für den Ex-Profi in Frage käme, falls er auf den Rasen zurückkehren wolle, antwortete er, dass einer seiner ersten Ansprechpartner der Geisecker SV sei – sein Heimatklub.

Es dauerte nicht lange, da reagierte Geiseckes Sportlicher Leiter Thomas Redel auf das inoffizielle Angebot von Lenz: „Ich rufe ihn an.“ Knapp zwei Monate später ist aus dem Anruf eine Rückkehr des ehemaligen BVB-Spielers zum Bezirksligisten Geisecker SV geworden.

Die Gründe für Lenz‘ Rückkehr liegen auf der Hand. „Wenn ich in Schwerte wieder anfange, Fußball zu spielen, ist der Verein klar“, sagt er. In Geisecke begann er damals, zu kicken. Um seiner Verbundenheit zum Verein Ausdruck zu verleihen, ließ er sich sogar in seinem alten E-Jugend-Trikot ablichten, das er noch immer besitzt. Passt es jetzt noch oder ist es ausgeleiert? „Das passt tatsächlich noch immer“, sagt Lukas Lenz und lacht. Er ist froh, wieder für seinen alten Verein zu spielen.

Lukas Lenz, hier im Trikot von RW Essen, könnet sich vorstellen, noch einmal das Trikot eines Schwerter Klubs zu tragen.
Lukas Lenz, hier im Trikot von RW Essen, könnet sich vorstellen, noch einmal das Trikot eines Schwerter Klubs zu tragen. © imago sportfotodienst © imago sportfotodienst

Ein weiterer Grund war Geiseckes Trainer Thomas Wotzlawski. Der trainierte den ehemaligen U19-Nationalspieler bei Westfalia Wickede in der D-Jugend und machte seinen Wechsel in die BVB-Jugend möglich. Der letzte Grund ist Lenz‘ Freundschaft mit dem spielenden Co-Trainer Mathis Leuer. „Ich freue mich riesig, mit den beiden wieder zusammenspielen, beziehungsweise arbeiten zu können“, sagt Lenz. Mit den Worten von Alt-Bundeskanzler Willy Brandt könnte man sagen: „Es wächst zusammen, was zusammen gehört.“

Sein Comeback beim Geisecker SV war für Anfang Oktober gedacht, nun könnte er vielleicht schon kommenden Sonntag gegen den DJK TuS Körne auf ein paar Einsatzminuten kommen. „Ich muss das mit dem Trainerteam nochmal besprechen. Eigentlich wollte ich im Oktober dazustoßen, aber die Mannschaft hat einige Verletzte und könnte einen erfahrenen Spieler gebrauchen“, erklärt er.

Von der hat Lenz zudem einen positiven ersten Eindruck erhalten. „Es ist eine Mannschaft mit total sympathischen Spielern. Man merkt in jeder Einheit, dass die Jungs Vollgas geben. Sie haben viel Potenzial und einen guten Charakter.“ Nach vier Spielen steht der Geisecker SV auf Platz zwei der Tabelle, hat drei Spiele gewonnen und einmal remis gespielt.

Um den Aufstieg gehe es für Lenz in erster Linie trotzdem nicht. „Ich will einfach Spaß am Fußball haben und dem Team helfen, so viele Punkte wie möglich zu holen. Mir ist wichtig, die Zeit zu genießen mit dem Leuten drumherum, dem Trainerteam und der Mannschaft.“

Zum Abschluss des Gesprächs brennt Lenz nur noch eine Sache auf den Nägeln: „Ich möchte mich noch bedanken bei den Verantwortlichen in Geisecke für die tollen Gespräche und die Wertschätzung.“

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