Über das Trikot von Lasse Sobiech freuten sich die Bewohner und das Team von Haus Schwerte besonders. © Welf-Alexander Wemmer
Fußball

Lasse-Sobiech-Trikot und andere Fan-Utensilien: Fußballbegeisterung im Haus Schwerte

Fußball als gemeinsames TV-Erlebnis - das funktioniert im Haus Schwerte zurzeit leider nicht. Dafür hat das Pflegeheim für seine fußballbegeisterten Bewohner anderweitig etwas zu bieten.

Welf-Alexander Wemmer, Spielertrainer des Kreisligisten SG Eintracht Ergste, ist Fußballer durch und durch. Aber nicht nur das. Denn mit genauso viel Herzblut wie er seinen Job als Spieler und Trainer auf dem Bürenbruch ausübt, ist er in seinem Zivilberuf als Pflegedienstleiter im Pflegeheim „Haus Schwerte“ unterwegs.

Seine Leidenschaft für den Fußball überträgt Wemmer auch auf die Senioren, die er betreut. So gibt es in der Senioreneinrichtung schon seit einigen Jahren eine Tipprunde, in der ein gutes Dutzend die Heimbewohner die Bundesliga-Ergebnisse tippen und darüber hinaus über alle Facetten der schönsten Nebensache der Welt fachsimpeln.

Auch das gemeinsame TV-Erlebnis Fußball gehört dazu – normalerweise. In Corona-Zeiten ist dies aber nur eingeschränkt möglich. Getippt wird zwar nach wie vor, verrät Wemmer, „zurzeit aber nur in Einzelbetreuung“.

Aber dabei will es Wemmer in diesen schwierigen Zeiten nicht belassen. Deshalb hatte er kürzlich einige Bundesligavereine angeschrieben mit der Bitte, Fan-Artikel zu schicken, um den Heimbewohnern damit eine Freude zu machen.

„Ein ganz schönes Sammelsurium“

„Dabei ist ein ganz schönes Sammelsurium zusammengekommen“, berichtet Wemmer. So sind in der jüngeren Vergangenheit Trikots, Schals und Wimpel von Klubs wie Borussia Dortmund, Schalke 04, Bayern München, 1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf oder Hertha BSC Berlin im Haus Schwerte angekommen.

Darüber hinaus gibt es noch ein ganz besonderes Trikot mit einer persönlichen Widmung: Lasse Sobiech (30), der als kleiner Junge beim VfL Schwerte mit dem Fußballspielen begonnen hat und heute beim Schweizer Erstligisten FC Zürich spielt, hat ein Trikot seines aktuellen Klubs in seine Heimatstadt geschickt – als Gruß an die Heimbewohner und als Dankeschön für die wichtige Arbeit, die das Pflegeteam gerade in diesen Zeiten leistet.

Wie Sobiech hat auch der etwas ältere Welf-Alexander Wemmer beim VfL Schwerte mit dem Kicken begonnen. „Altersmäßig liegen wir zwei Jahrgänge auseinander, deshalb haben wir nie zusammen in einem Team gespielt. Aber sporadisch hatten wir immer mal miteinander zu tun – man kennt sich halt“, so Wemmer – sehr zur Freude der fußballbegeisterten Senioren im Haus Schwerte.

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Michael Doetsch

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