Autogrammstunde unter Einhaltung der Hygienevorschriften: Roosters-Spieler Taro Jentzsch beim „Drive an Collect“ am Sonntagnachmittag. © Jonas Brockmann/ Iserlohn Roosters
Eishockey

Lange Autoschlangen, weil die Fans so heiß auf die Iserlohn Roosters sind

Auf dem Eis haben die Eishockey-Profis der Iserlohn Roosters zuletzt in Bremerhaven nicht gepunktet. Bei ihren Fans dagegen sammelten die Roosters am Wochenende dicke Pluspunkte.

In diesen Corona-Zeiten als Verein die Nähe zu den Fans nicht zu verlieren, kann eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe sein. Der Eishockey-Profiklub Iserlohn Roosters hat es aber mit einer außergewöhnlichen Aktion geschafft, den Kontakt zu seinen Anhängern zu pflegen.

„Drive and Collect“ war am Sonntagnachmittag das Motto der zweieinhalbstündigen Drive-Inn-Fanaktion auf dem Vorplatz der Eissporthalle am Seilersee, in dessen Rahmen den Anhängern ihr so genannter „Blindes-Huhn-Schal“ übergeben wurde, den sie sich im Zuge einer Ticket-Aktion im Sommer gesichert hatten. Am Rande der Aktion standen zudem vier Roosters-Spieler sowie Trainer Brad Tapper und der Sportliche Leiter Christian Hommel für eine kleine Autogrammstunde zur Verfügung – alles natürlich unter strikter Einhaltung der Hygieneregeln.

Mehr als 300 Autos auf dem Vorplatz der Eishalle

Dass die Aktion von den Fans gut angenommen wurde, steht außer Frage. Mehr als 300 Autos zählten die Roosters-Verantwortlichen und berichteten von teilweise ziemlich angespannten Verkehrsverhältnissen rund um den Seilersee. Auch die Spieler waren offenbar angetan von der Aktion des Vereins: „Es war schön, mal wieder in Kontakt mit den Fans zu sein – wenn auch in einem ungewohnten Rahmen“, meinte Torwart Andreas Jenike.

In sportlicher Hinsicht werden Jenike und seine Teamkollegen der Roosters dann am Montagabend wieder sein. Um 18.30 Uhr erwarten die Roosters die Wolfsburg Grizzlys – einmal mehr ohne Zuschauer. Die Partie gegen den einen Punkt besser platzierten Tabellendritten, in der es um wichtige Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze geht, ist für die Iserlohner das 24. und letzte Spiel der turnusmäßigen Punkterunde in der Gruppe Nord der Deutschen Eishockey-Liga (Penny-DEL).

Am Samstag beginnt das Mammutprogramm

Am kommenden Samstag beginnt dann für die Sauerländer in Nürnberg die so genannte Hauptrunde der Saison gegen die sieben Klubs der Süd-Staffel mit dem Mammutprogramm von 14 Spielen in 30 Tagen.

Im vorletzten Spiel vor dem zweiten Teil der Saison verstärkte sich der Eindruck, dass Fishtown Pinguins aus Bremerhaven beileibe nicht der Lieblingsgegner der Iserlohn Roosters sind. Auch wenn diesmal nicht allzu viel zu etwas Zählbarem fehlte, war das 3:5 die vierte Niederlage im vierten Spiel gegen die Norddeutschen.

Nicht mehr zur Verfügung steht den Iserlohn Roosters der Verteidiger Ryan Johnston. „Aus persönlichen Beweggründen mit sofortiger Wirkung und in beiderseitigem Einvernehmen“, wie es im offiziellen Statement des Vereins heißt, wurde der Vertrag mit Johnston aufgelöst.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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