Das deutsche Team vor dem Hotel in Krakau – auch wenn es nicht leicht fällt, die Titelkämpfen unbeschwert zu genießen, haben Trainer und Aktive offenbar ihren Spaß. Das gilt auch für die beiden Schwerterinnen Zoe Jakob (2.v.li.) und Jannemien Panzlaff (3.v.li.). © Zoe Jakob
Kanuslalom

In Krakau geht‘s zur Sache: Zwei Schwerterinnen paddeln für Deutschland

Die Titelkämpfe in Krakau der sportliche Saisonhöhepunkt. In Corona-Zeiten ist die Vorfreude, bei der EM dabei zu sein, für Zoe Jakob und Jannemien Panzlaff aber nicht unbeschwert.

Normalerweise wäre die Vorfreude bei Zoe Jakob und Jannemien Panzlaff riesig, schließlich paddeln die beiden Canadierfahrerinnen des Kanu- und Surf-Vereins Schwerte an diesem Wochenende für Deutschland.

Seit Donnerstag vergangener Woche sind die beiden mit der Delegation des Deutschen Kanuverbandes (DKV) im polnischen Krakau, wo die Europameisterschaften für Junioren und U23-Fahrer begonnen haben.

„Es ist schon eine komische Situation“

In Corona-Zeiten jedoch fällt es schwer, die Teilnahme an den Titelkämpfen unbeschwert zu genießen. „Es ist schon eine komische Situation“, sagt Zoe Jakob.

Vor jedem Training werde die Temperatur bei den Athleten gemessen, berichtet sie. Das ist ebenso ein Teil des Hygienekonzeptes wie die Vorgabe, sich direkt nach dem eigenen Rennen ins Hotel zu begeben – ein Anfeuern der Teamkolleginnen und -kollegen fällt weg.

So steht beinahe zwangsläufig nicht ausschließlich der sportliche Aspekt im Fokus. „Natürlich hoffen wir alle, dass sich niemand ansteckt und dass alle im Team die nötige Disziplin haben“, sagt Jakob.

Am Freitagmorgen ab 8.30 Uhr

Die 20-Jährige ist am Freitagmorgen an der Reihe, wenn die U23-Fahrerinnen im Canadierboot als Erste aufs Wasser gehen – ab 8.30 Uhr. Auf was sie sich an sportlicher Konkurrenz einstellen muss, weiß Jakob nicht so recht. Einige starke Kanuslalom-Nationen wie die Briten oder die Slowaken nehmen nicht an der EM teil.

Alle anderen haben gemeinsam, dass mangels Wettkämpfen im Vorfeld von einer gezielten Vorbereitung auf den vermeintlichen Saisonhöhepunkt kaum die Rede sein kann. „Ziel ist es, einen guten Lauf runter zu bekommen – und dann gucken wir mal“, sagt Zoe Jakob.

Eine von drei deutschen Starterinnen

Gute eine Stunde später ist dann Jannemien Panzlaff (18) gefordert. Die deutsche Juniorenmeisterin ist eine von drei deutschen Starterinnen, die Teil des 20-köpfigen Feldes der Canadier-Juniorinnen sind. Halbfinale und Endlauf stehen in beiden Altersklassen für Sonntagmorgen/-mittag auf dem Terminplan.

Hinzu kommt für die beiden Schwerterinnen am Freitag noch der Einsatz im Mannschaftsrennen. Sowohl im U23-Bereich (ab 15.33 Uhr) als auch bei den Juniorinnen eine Stunde später haben nur fünf Nationen gemeldet – die Chancen auf eine Mannschaftsmedaille stehen für Zoe Jakob und Jannemien Panzlaff gar nicht so schlecht.

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Michael Doetsch

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