Das letzte Gründungsmitglied des Vereins Holzpfosten Schwerte 05 hat sich aus dem Vorstand verabschiedet. © Bernd Paulitschke
Holzpfosten Schwerte 05

Holzpfosten-„Legende“ scheidet als letztes Gründungsmitglied aus dem Vorstand aus

Jonas Becker für Leon Weiß - Holzpfosten Schwerte 05 hat einen neuen Vereinsvorsitzenden. Aber das war nicht die einzige Veränderung im Führungsgremium der „Pfosten“.

Denn neben dem Führungs- gibt es auch einen Generationenwechsel bei dem vor gut 15 Jahren gegründeten Verein. Denn seit der virtuell durchgeführten Jahreshauptversammlung ist nun auch das letzte der elf Gründungsmitglieder des Vereins aus dem Vorstand ausgeschieden.

Eine feste Position im Vorstand hat der heute 32-jährige Florian Riesewieck in all den Jahren nicht bekleidet. „Ein bisschen um die Öffentlichkeitsarbeit mitgekümmert“ habe er sich, sagt Riesewieck bescheiden. Ansonsten habe er seine Hauptaufgabe im Vorstand „als eine Art Korrektiv“ gesehen, das darauf achtet, dass die Grundgedanken des Vereins erhalten bleiben. „Aber da gab es eigentlich nie viel zu tun“, sagt Riesewieck.

Florian Riesewieck in Aktion, im November 2008. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Dass er trotzdem ein Motor des Vereins ist und sich große Verdienste um den Klub erworben hat, steht außer Frage – nicht zuletzt in sportlicher Hinsicht. Riesewieck blickt auf die Anfänge zurück:

In der Saison 2006/07 startete das „Abenteuer Holzpfosten“ auf der Geisecker Asche am Buschkampweg in der Iserlohner Fußball-Kreisliga C. „Da war ich noch Jugendspieler“, weiß Riesewieck und kann sich noch lebhaft daran erinnern, dass er im Januar 2007 noch Hallenstadtmeister mit der A-Jugend des VfB Westhofen wurde, ehe er dann im Sommer für „seine“ Holzpfosten kicken durfte.

Bevor er auch als Aktiver bei Holzpfosten einstieg, gewann Florian Riesewieck (3.v.re.) mit der A-Jugend des VfB Westhofen die Hallenstadtmeisterschaft.

Riesewieck stieg gleich als Spielertrainer ein – mit zarten 19 Jahren. „Ich hatte da einfach Bock drauf“, sagt er rückblickend. Der Erfolg gab ihm recht, denn gleich in der ersten Saison unter Riesewiecks Regie stiegen die „Pfosten“ 2008 in die Kreisliga B auf – mit einer Mannschaft, die „für C-Liga-Verhältnisse deutlich überqualifiziert“ gewesen sei.

Beim zweiten Aufstieg zwei Jahre später war Riesewieck dann ein ganz normaler Spieler. Das Traineramt hatte mittlerweile Detlev Kleine übernommen, mit dem es in die Kreisliga A ging – das entscheidende Spiel bei wolkenbruchartigen Regenfällen im Matsch von Wandhofen wird wohl niemand vergessen, der dabei war.

2009 wurde Detlev Kleine (Mitte), hier begrüßt vom damaligen Vereinsvorsitzenden Oliver Manz, der Holzpfosten-Trainer. Florian Riesewieck (re.) war dann „nur“ noch Spieler. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Auch nicht Florian Riesewieck, der dann auch beim Futsal ein Mann der ersten Stunde war – eine Sparte, die im Verein schnell eine wachsende Bedeutung erhielt. Die ganz großen Futsal-Räder konnte Riesewieck aber als Aktiver nicht drehen – hauptsächlich aus Verletzungsgründen, denn Knie und Sprunggelenke bereiteten immer wieder Probleme.

Zudem zog der Journalist aus beruflichen Gründen nach Köln – ohne dass dies aber den Kontakt zu Holzpfosten abreißen ließ – im Gegenteil, sein Vorstandsamt hat er weiterhin ausgefüllt. Weil es nun aber andere Prioritäten gebe, sei nun der richtige Zeitpunkt gewesen, den Posten abzugeben, sagt der junge Papa der kleinen Smilla, der vom neuen Vereinsvorsitzenden Jonas Becker mit emotionalen Worten gewürdigt wurde. „Da war ich schon ein bisschen gerührt – auch wenn es natürlich schade war, dass das Ganze nur virtuell stattfinden konnte“, sagt Riesewieck.

Dass er die Entwicklung der Holzpfosten als interessierter Beobachter aus der Distanz auch weiterhin verfolgen wird, versteht sich fast von selbst „Den Verein gibt es mein halbes Leben, ich werde ihm immer verbunden bleiben. Und ich freue mich jetzt schon darauf, irgendwann mal mit den Weggefährten über die alten Zeiten zu quatschen“, sagt Florian Riesewieck.

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Michael Doetsch

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