Yannick Volke, vor etwa sieben Jahren auf dem Wasser, schaffte es beim „King-of-the-Alps“ Wildwasser-Rennen bis ins Halbfinale. © Manuela Schwerte
Kanu

Härtestes Wildwasserrennen Europas: Yannick Volke ist „King-of-the-Alps“-Halbfinalist

Yannick Volke und Tillmann Röller haben sich beim härtesten Wildwasser-Rennen Europas teuer verkauft. Beim „King of the Alps“ auf der Passer in Meran kam Volke bis ins Halbfinale.

Der Ausflug nach Italien hat sich für zwei Schwerter Kanuten gelohnt. In Meran findet dort seit Jahren eines der härtesten Wildwasserrennen Europas statt: „King of the Alps“. Zwar wurden Yannick Volke und Tillmann Röller vom Kanu- und surf-Verein Schwerte (KVS) nicht die neuen Könige der Alpen, aber mit ihren Ergebnissen können sie mehr als zufrieden sein.

Yannick Volke kam bis ins Finale der besten 30 Wildwasser-Kanuten und scheiterte dann im 2er-Head an den Belgier Yoran Jakobs. Hinter dem Italier Mathias Weger reichte es für Volke damit zu einem beachtlichen Rang 22. Tillmann Röller konnte sich nicht für das Finale qualifizieren und wurde 39.

Einzigartiger Massenstart mit 100 Wildwasser-Kanuten

Dieses Rennen auf der Passer, das gleichzeitig auch als Europameisterschaft gewertet wurde, hat es wirklich in sich. Rund 100 Kajakfahrer starteten zunächst gleichzeitig zum Marathon, anschließend traten dann die schnellsten 30 von ihnen im Extrem Sprint Final nochmal gegeneinander an. „Man muss natürlich sehr auf sich acht geben, dass man sich nicht verhakt. Das kann dann schon gefährlich werden. Die ersten 500 Meter sind ein Kampf um jeden Platz, jeder versucht, seine Ideallinie zu finden. Aber es gibt einfach nur eine“, umschreibt Yannick Volke das „Hauen und Stechen“ auf der Passer oberhalb von Meran.

Während sich der 32-jährige Volke bei seinem dritten Start in Meran auf Rang 19 platzierte, musste Tillmann Röller bei seiner Premiere Lehrgeld zahlen, verpasste als 39. aber dennoch nur knapp die Qualifikation. „Ich habe überlebt, das war echt hart“, kommentierte Röller sein Rennen, das er in der Zeit von 25:11.8 Minuten beendete. Lob erhielt Röller von seinem erfahrenen Teamkameraden Volke: „Das war ein Sprung ins kalte Wasser. So ein Rennen ist absolut nicht mit einem Kanu-Slalom zu vergleichen. Dafür hat er sich wirklich teuer verkauft.“

Yannick Volke beendete den Marathon auf Rang 19 in der Zeit von 24:37.0 Minuten und war damit im Halbfinale für den 2er-Head gegen den Belgier Yoran Jakobs qualifiziert. Der hatte zuvor Rang 14 belegt und war schließlich im Halbfinale um nur eine Sekunden schneller als Volke. „Da war kein großer Unterschied“, kommentierte der Schwerter sein Abschneiden im Finale, das durch Felsgestein oberhalb der Wasserlinie nicht ungefährlich war. „Eine Rolle hätte ich da lieber nicht machen wollen“, schmunzelte Volke, der das Rennen in Südtirol als Einstieg in die Wildwasser-Saison nutzte. Im August in Tschechien geht es weiter.

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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