Strebt ins Fußball-Management: Rafael Agacinski, der ab Sommer als spielender Co-Trainer des A-Ligisten SC Berchum/Garenfeld 2 im Einsatz ist. © Bernd Paulitschke
Fußball

Garenfelder strebt mit Macht ins Fußball-Management – im März ist er bei Bayer Leverkusen

Ab Sommer verstärkt er die zweite Mannschaft des SC Berchum/Garenfeld als spielender Co-Trainer statt in der „Ersten" auf Torejagd zu gehen. Am Ende soll der Aufstieg ins Fußball-Management stehen.

Noch spielt er für den Landesligisten SC Berchum/Garenfeld. Doch in der kommenden Saison übernimmt er als spielender Co-Trainer die „Zweite“. Alles andere als ein Rückschritt für einen jungen Mann aus Hagen, der im Fußball-Geschäft nach ganz oben will – und dafür einiges auf sich nimmt.

Eine lange Liste von Jobs, Verpflichtungen und Aufgaben im Fußball

Rafael Agacinski ist gerade mal 26 Jahre alt, doch die Liste von Jobs, Aufgaben und Beschäftigungen im Fußball-Bereich ist ellenlang. Und sie wächst von Tag zu Tag. Man könnte sagen, Rafael Agacinski ist ein interessanter Typ. Und ein zielstrebiger. Der Hagener spielte beim TuS Stockum, beim VfL Schwerte und auch beim A-Kreisligisten Herdecke-Ende, bevor er 2019 zum SC Berchum/Garenfeld wechselte und mit seinem neuen Klub in die Landesliga aufstieg. So weit, so normal. Doch in Rafael Agacinskis Leben geht’s nicht nur am Sonntag um Fußball – sondern von Montag bis Sonntag.

Der 26-Jährige studiert in Unna Fußball-Management, scoutet für den polnischen Fußball-Verband, leitet als Moderator den „Fußball-Online-Kongress“, wirkt beim Fußball-Talk „go 4it“ des ehemaligen Paderborner Profis René Müller mit und ist dazu noch als Scout für unzählige Bundesliga-Klubs unterwegs. „Bei mir dreht sich von montags bis sonntags alles um Fußball, von morgens bis abends“, gesteht Agacinski. Ach ja. Natürlich macht Agacinski auch noch seine B-Lizenz als Trainer.

Der junge Mann muss in seinem Studium in Unna wohl auch einen Kurs Zeitmanagement belegt haben. Denn das Programm des 1,88 Meter großen Stürmers ist enorm. „Manchmal habe ich noch vor einem Spiel mit Berchum/Garenfeld ein Spiel in der Junioren-Bundesliga beobachtet, nach Talenten geschaut, Spieler angesprochen, Kontakt gehalten“, so Agacinski.

Die Corona-Zeit genutzt, um in den digitalen Bereich einzusteigen

In der Corona-Krise nutzte er die trainingsfreie Zeit und stieg ins Digitale ein. Bei einem hochkarätig besetzten Fußball-Online-Kongress moderierte er, lernte dabei die Verantwortlichen aus Köln, Jena, Osnabrück, Paderborn, Arnheim und Bielefeld kennen. Darunter auch den Paderborner Ex-Profi René Müller, für den er nun den Fan-Talk „go 4it“ betreut.

Erst zu Bayer Leverkusen – dann zu Arminia Bielefeld

“Ich habe mein Herz in die Hand genommen und die Verantwortlichen nach einer Hospitanz gefragt“, berichtet Agacinski. Seine offene Art kam wohl gut an. Ende März darf er bei Bayer Leverkusen das Junioren-Scouting beobachten, danach geht’s zu Arminia Bielefeld. Und danach? „Ich will auf jeden Fall ins Fußball-Management“, sagt Agacinski. Es klingt ziemlich überzeugend.

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Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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