Wir öffnen das 20. Adventstürchen. © Martin Klose
Rückennummern-Adventskalender

Die Nummer 20 hat es so weit gebracht, dass Fans sich sein Trikot kaufen

Ein sportlicher Advent: Bis zum 24. Dezember öffnen wir jeden Tag ein Türchen, hinter dem sich ein Schwerter Sportler (oder eine Sportlerin) mit der passenden Rückennummer präsentiert.

Es gibt ein Foto vom März 2017. Nach dem Sieg der Holzpfosten-Futsaler im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft in der Alfred-Berg-Sporthalle steht der Keeper im Tor und lacht verschmitzt mit verschränkten Armen in die Kamera.

Daneben stehen zwei Männer umgedreht. Sie tragen ein Torwarttrikot von David Graudejus. Auf dem blauen Jersey prangt sein Spitzname „Graudi“ – und seine Nummer, die 20. David Graudejus hat es so weit gebracht, dass sich Fans von ihm ein Trikot mitsamt Originalnummer kaufen.

Auch die Schwester trug die Nummer 20

Die 20 wurde ihm in seiner ersten Saison als Fußballer im Seniorenbereich in Hombruch zugewiesen. „Meine Schwester hat die damals auch getragen“, erklärt Graudejus. „Das war ein schöner Einstieg und hat immer Glück gebracht.“

Der VfL Schwerte soll für David Graudejus sein erster und letzter Verein sein. © Bernd Paulitschke © Bernd Paulitschke

Bevor er 2019 zurück zu seinem Heimatverein VfL Schwerte wechselte, spielte er im Seniorenbereich für den Hombrucher SV und SV Brackel 06 in der Westfalenliga. Graudejus, der großgewachsene Torwart, ist seit jeher sehr talentiert – immer wieder gab es Angebote von noch höherklassigen Teams.

Doch ein Wechsel kam nicht infrage. „Meine beiden ersten Seniorenvereine waren sehr, sehr familiäre Stationen, in denen ich viele Freunde kennengelernt und auch noch heute habe“, erzählt Graudejus. „Es gab keinen Grund, dies für etwas Höheres aufzugeben.“

David Graudejus hatte keine Lust zum Laufen

Deshalb entschied er sich vor knapp zwei Jahren auch für den Wechsel zum VfL. Dorthin, wo für ihn alles begann. Als er als ganz kleiner Junge zum Training am Schützenhof ging, überrascht Graudejus seine Eltern seinerzeit mit einer unverblümten Aussage: „Ich habe gesagt, dass mir das zu anstrengend ist und ich keine Lust habe zu laufen. Dann habe ich mich mal ins Tor gestellt und das hat ganz gut geklappt.“

Jahrelang spielte der 28-Jährige auch Futsal für die Holzpfosten, mit denen er zweimal Deutscher Vizemeister wurde. Beim Futsal schaffte er es 2016 sogar auch mal bis zum Training der Nationalmannschaft.

Doch durch gesundheitliche Gegebenheiten entschied sich Graudejus 2018 ausschließlich für den Fußball – und hier für den VfL Schwerte. „Ich wollte nochmal als letzte Station ein paar Jahre für meinen Heimatverein spielen“, sagt Graudejus. „Der Verein und das Umfeld bewegen viel und haben tollen Visionen.“

Graudejus will dabei mithelfen. Mit der 20. Und der Gewissheit, als Torwart im Amateurfußball seine eigenen Fans zu haben.

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