Trainer Thomas Wotzlawski und Torwart Sebastian Beutler waren am Mittwochabend mit dem Geisecker SV im Pokaleinsatz. © Manuela Schwerte
Fußball in Schwerte

Der Schwerter Fußball hat eine klare Nummer 1 ohne Aufstiegsambitionen

Es gibt aktuell eine klare Nummer eins im Schwerter Fußball. Die Bezirksliga-Tabelle spricht eine deutliche Sprache. Am Wochenende kommt es jetzt zum Topspiel gegen Königsborn.

Es läuft bei einem Schwerter Fußballverein in der Bezirksliga 8. Allerdings auch nur bei einem von drei Klubs. Zehn von zwölf möglichen Punkten aus den letzten vier Spielen sprechen ein klare Sprache. Durchaus verständlich, wenn die Konkurrenz neidisch herüberschaut. Der VfL Schwerte rangiert auf Platz elf, der ETuS/DJK Schwerte befindet sich auf Rang 14 mitten in der Abstiegszone. Das Thema Abstieg ist beim Geisecker SV, der aktuellen Nummer 1 im Schwerter Fußball, so etwas wie ein Fremdwort. Vom Aufstieg redet allerdings auch niemand.

In dieser Saison sind die Geisecker nach Jahren in der Bezirksliga 6 so richtig angekommen in der Bezirksliga 8. Die nach Ansicht von Trainer Thomas Wotzlawski die stärkere Liga von beiden ist: „In dieser Liga bekommst du nichts geschenkt. Bislang fühlte sich alles noch sehr neu an, die fünf Spiele aus der abgebrochenen Saison im Vorjahr zähle ich nicht mit.“

Nur einmal untergegangen

Umso erstaunlicher, wie sich der aktuelle Tabellensechste präsentiert. Nach 13 Spieltagen stehen sechs Siege, fünf Unentschieden und nur zwei Niederlagen zu Buche. Selbst gegen Tabellenführer Sölde erkämpften sich die Jungs von Trainer Wotzlawski ein 0:0. „Nur beim 1:6 beim Tabellenzweiten Mühlhausen sind wir komplett untergegangen“, kommentierte der Coach die Leistungsbilanz nach 13 Spieltagen.

Dass die heimische Konkurrenz vom VfL Schwerte (10 Punkte hinter Geisecke) oder vom ETuS/DJK Schwerte (12 Punkte hinter Geisecke) im unteren Tabellendrittel herumdümpelt, entgeht Wotzlawski zwar nicht, aber große Wertigkeit misst er diesem Umstand nicht zu: „Das ist keine Sekunde lang ein Thema bei uns. Die beiden Vereine sind natürlich Konkurrenten, waren es und werden es auch immer bleiben. Aber die Ergebnisse registriere ich genauso wie die Ergebnisse der Dortmunder oder Lüner Vereine.“

Aufstieg ist kein Thema

Und noch etwas anderes ist absolut kein Thema in Geisecke – der Aufstieg. „Da denke ich nullkommanull drüber nach, die ersten fünf Mannschaften der Liga sind superstark. Wir sind uns einig, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, so der Coach. Eine dieser fünf Top-Mannschaften der Liga gastiert am Sonntag in Geisecke – der Tabellenfünfte Königsborner SV.

„Auch wenn unsere Heimbilanz mit erst einer Niederlage gegen Körne ganz ordentlich ist, gegen Königsborn brauchen wir einen echten Sahnetag“, meinte Wotzlawski. Der an die Niederlage im Vorjahr erinnert. Da habe man sieben Tore kassiert. Mit einem Punkt wie im Heimspiel gegen Sölde wäre der Coach durchaus zufrieden.

Bleibt die Frage, was der Grund ist für den Geisecker Höhenflug? Wenn man nur zwei von insgesamt 13 Spielen verliert, muss das schließlich eine Ursache haben. „Das spricht für unsere Qualität, wir sind ein über Jahre hinweg eingespieltes Team“, erklärte Wotzlawski. „Wir haben nicht nur sehr gute, hungrige und charakterlich einwandfreie Bezirksliga-Spieler im Alter zwischen 25 und 27, sondern auch ganz junge aus der eigenen A-Jugend“. Mit Maximilian Wolff und Koray Sener kehrten zwei ehemalige Geisecker A-Jugendliche wieder zu ihrem alten Verein zurück, Adam Bouadjaj rückte im Sommer aus der eigenen A-Jugend hoch. Wotzlawski sprach von einer Auffrischung: „Die neuen und alten Spieler passen super zusammen. Das erklärt unsere Konstanz.“

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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