Für eine Fortsetzung der Fußballsaison 2020/21 braucht niemand mehr die Schuhe zu schnüren. © Jens Lukas

Der Rechenschieber wandert zurück in die Schublade – und das ist gut so!

Die Entscheidung, die die Verantwortlichen des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen an diesem Montag zur Saison 2020/21 verkünden werden, ist alternativlos, meint unser Autor.

Die offizielle Nachricht wird erst am Montagmittag (19. April) in die westfälische Fußballwelt verbreitet. Was der Inhalt der Mitteilung sein wird, die die Verantwortlichen des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) für 12 Uhr angekündigt haben, ist aber schon vorher durchgesickert: Die Fußballsaison 2020/21 wird annulliert.

Überraschend kommt diese Nachricht nicht – im Gegenteil. Da konnten die Herren Funktionäre noch so lange zögern, konnten aus (zumindest teilweise) nachvollziehbaren Gründen eine Grundsatzentscheidung noch so sehr auf die lange Bank schieben: Letztlich konnte ihre Entscheidung nicht anders ausfallen als ein Stoppschild zu setzen.

Saisonverlängerung ist keine Option

Denn angesichts der aktuellen Pandemie-Lage, die sich in der näheren Zukunft höchstwahrscheinlich eher noch verschärfen wird als dass eine Entspannung der Situation zu erwarten ist, ist eine Rückkehr zum Trainings- oder gar Spielbetrieb in weiter Ferne. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der 30. Juni als Fix-Datum des Saisonendes feststeht, eine Verlängerung der Spielzeit also keine Option ist, ist eine Saisonfortsetzung schlicht und ergreifend nicht machbar.

Also kann der Rechenschieber zurückwandern in die Schublade. Das nervige Spekulieren darüber, ob und in welchen Ligen es vielleicht doch noch möglich ist, auf 50 Prozent der Spiele und damit zu einer Wertung der Saison zu kommen, ist hinfällig – gut so!

Halten wir also fest: Es wird keine Auf- und keine Absteiger geben. Stattdessen wird der Start in die neue Spielzeit in derselben Ligen-Konstellation erfolgen wie die nun annullierte Saison. Das mag für den einen oder anderen Klub, der gut in die Saison gestartet und aufstiegsambitioniert unterwegs war, ärgerlich sein. Die meisten Spieler, Trainer und sonstige Freunde des Amateurfußballs sind dagegen froh, dass der Verband nun endlich einen Haken an die verkorkste Saison macht.

Auf ein Neues also in der Spielzeit 2021/22 – in der Hoffnung, dass Corona dies dann auch zulässt. Sicher kann man sich da in diesen verrückten Zeiten ja leider nicht sein.

Über den Autor
Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch