Beim EM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich war Marvin Horn am Dienstag in München live dabei. © Marvin Horn
Fußball

Das Hummels-Eigentor aus bester Perspektive – und das am 30. Geburtstag

Marvin Horn, Sportlicher Leiter des SC Hennen, ist Fan der deutschen Fußballnationalmannschaft. Beim deutschen Auftaktspiel war er live dabei - an einem besonderen Tag für Horn.

Marvin Horn ist ein Vollblutfußballer. Und ein treuer Anhänger der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Beim der WM 2014 fieberte Horn in Brasilien mit Jogis Weltmeistern, auch bei der Europameisterschaft zwei Jahre später in Frankreich war der Sportliche Leiter des Bezirksligisten SC Hennen vor Ort.

Auch am Dienstagabend war Marvin Horn hautnah dabei – und das am Tag seines 30. Geburtstags. „Das passte ganz gut“, sagt Horn. Mit seinem Kumpel Alexander Ernst, einer der renommiertesten Schiedsrichter im Umkreis, hatte sich Horn aufgemacht nach München.

Marvin Horn (re.) und Alexander Ernst in der Allianz Arena. © Marvin Horn © Marvin Horn

Die Plätze der beiden in der Allianz Arena waren top, zentral hinter dem Tor. So konnten Horn und Ernst aus bester Perspektive das sehen, was sie lieber nicht gesehen hätten: Mats Hummels’ Eigentor, das in München zur 0:1-Auftaktniederlage der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft führte.

„Schön, mal wieder im Stadion gewesen zu sein“

Bei allem Ärger über die verlorene Partie stellte Marvin Horn aber fest: „Es war richtig schön, mal wieder im Stadion gewesen zu sein.“ Wie in Vor-Corona-Zeiten sei die Stimmung im Stadion allerdings noch nicht gewesen, schilderte Horn – wie auch bei 14.000 Zuschauern?

Mit ihren neuen Bekannten aus Unna posierten Marvin Horn (li.) und Alexander Ernst (2.v.re.) vor dem Stadion in München. © Marvin Horn © Marvin Horn

Und auch der Eindruck, den mal als TV-Zuschauer bekommen konnte, dass die zahlenmäßig deutlich unterlegenen Frankreich-Fans mehr Stimmung gemacht haben als die deutschen Anhänger, habe nicht getrogen.

„In der Bundesliga sind wir in Sachen Fan-Unterstützung ganz weit vorne. Aber was die Nationalmannschaft angeht, sieht das ganz anders aus. Da gibt es dann auch viele, die nur alle zwei oder vier Jahre mal ihre Deutschland-Fahne rausholen. Da haben die Franzosen schon eine ganz andere Beziehung zu ihrer Nationalmannschaft“, meint Horn.

Kontakt zu Fans aus Uruguay und Mexiko

Das eigentliche Fußballspiel ist für Marvin Horn, der auch Mitglied im Nationalmannschafts-Fanclub ist, aber nur ein Aspekt seiner Leidenschaft, die deutschen Kicker in alle Himmelsrichtungen zu begleiten. Bekanntschaften zu schließen mit Gleichgesinnten, sich auszutauschen und sich möglicherweise zu verabreden, den nächsten Trip gemeinsam in Angriff zu nehmen, „das ist das eigentlich Coole daran“, sagt Horn und erzählt, dass er noch heute Kontakt zu Fußballfans aus Uruguay, Mexiko und den USA habe, die er 2014 bei der WM in Brasilien kennengelernt habe.

Diesmal waren es unter anderem zwei Fans aus Unna, die Horn und Ernst kennengelernt haben – so klein kann die Fußballwelt sein. Mehr Bekanntschaften vor Ort werden es bei diesen Titelkämpfen jedoch nicht mehr – am Mittwoch waren die beiden Schwerter schon auf dem Heimweg. Den Rest der EM werden sie wie die meisten anderen Fußballfans vor den Fernsehbildschirmen verfolgen – in der Hoffnung, dass ihnen als TV-Zuschauer solche deutschen Missgeschicke erspart bleiben, die sie live aus bester Perspektive gesehen haben.

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Michael Doetsch

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