Vom Trainer zum Torwart: André Haberschuss feierte am Sonntag gegen Mühlhausen sein Comeback zwischen den Pfosten des ETuS/DJK Schwerte. © Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga

Comeback mit 44 – ist nun eine dauerhafte Rückkehr ins Tor geplant, André Haberschuss?

An den Gegentoren beim 0:3 gegen Mühlhausen traf André Haberschuss (44) keine Schuld. Und Spaß gemacht hat dem Trainer des ETuS/DJK Schwerte die Rückkehr ins Tor auch.

Viele Zuschauer waren es nicht, die am vergangenen Sonntag zum EWG-Sportpark in Schwerte-Ost gekommen waren, um das Bezirksligaspiel zwischen dem ETuS/DJK Schwerte und dem SSV Mühlhausen zu verfolgen. Aber die Schwerter unter den rund 100 Besuchern staunten nicht schlecht: André Haberschuss (44), normalerweise als Trainer des gastgebenden ETuS/DJK Schwerte an der Seitenlinie, stand im Tor.

Nun ist der Job zwischen den Pfosten beileibe kein unbekanntes Terrain für Haberschuss, der über viele Jahre lang der Stammkeeper der „Östlichen“ war. Aber diese Zeit liegt nunmal ein paar Jahre zurück – und so war es schon ein ungewöhnliches Comeback, das sich sich da abzeichnete.

Letzter Bezirksliga-Einsatz im November 2017

Im November 2017 stand Haberschuss letztmals in einem Bezirksligaspiel im Tor, auch damals aus Mangel an Alternativen – die aktive Karriere war auch vor knapp vier Jahren schon beendet. In Garenfeld spielte der ETuS/DJK seinerzeit 1:1 – ein Punktgewinn, der Haberschuss diesmal bei seinem Torwart-Aushilfsjob verwehrt blieb. Wobei festzuhalten bleibt, dass das 0:3 gegen Mühlhausen ganz sicher nicht auf Haberschuss‘ Kappe ging. An allen drei Gegentoren war er schuldlos.

Und wie ging es dem Mitt-Vierziger am Tag danach? „Erstaunlich gut – so eine Spritze kann anscheinend Wunder wirken“, berichtet Haberschuss. Um die Schmerzen im lädierten Knie, das keine regelmäßige Belastung mehr verträgt, erträglich zu halten, hatte er sich am Tag vor dem Spiel eine Cortison-Spritze verabreichen lassen – und durfte anschließend als Fazit ziehen: „Das Ergebnis stimmte natürlich nicht. Aber es hat Spaß gemacht, nochmal im Tor zu spielen.“

Lukas Hedtheyer kehrt ins Tor zurück

Zum weiteren Haberschuss-Einsätzen zwischen den Pfosten soll es aber nicht kommen. Stammkeeper Lukas Hedtheyer, der am Sonntag aus familiären Gründen nicht zur Verfügung stand, steht wieder zur Verfügung und wird am kommenden Wochenende bei der Zweitvertretung des ASC 09 Dortmund wieder ins Team rücken, stellt Haberschuss klar.

In Aplerbeck wird es aus Sicht der „Östlichen“ allerhöchste Zeit, endlich zu punkten. Denn nach dem vierten Spieltag sind die Schwerter die einzige Mannschaft der Bezirksliga 8, die noch keinen Zähler auf ihrem Konto hat – ein Fakt, den André Haberschuss aber nicht dramatisieren will. „Natürlich ist es keine schöne Sache. Aber man kann es auch positiv sehen: Wir waren in den Spielen gegen Alstedde und auch am Sonntag in der ersten Halbzeit gegen Mühlhausen keinen Deut schlechter als der Gegner – und das sind Mannschaften, die oben mitspielen wollen.“

Es fehlt das viel zitierte Erfolgserlebnis

Was derzeit am meisten fehlt, sei das viel zitierte Erfolgserlebnis: „Sobald wir die ersten drei Punkte eingefahren haben, werden schnell sechs, sieben weitere Punkte folgen – da bin ich mir ziemlich sicher“, sagt Haberschuss, der nur allzu gerne am Sonntag in Aplerbeck mit dem Punktesammeln beginnen würde – als Trainer, nicht als Torwart.

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Michael Doetsch

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