Der TuS Wandhofen hat vor der Fusion noch etwas vor. © Bernd Paulitschke
Fußball

Beim TuS Wandhofen soll es vor der Fusion noch mit dem Aufstieg klappen

Ein Schwerter C-Kreisligist entwickelt Ambitionen. Bevor in zwei Jahren die Fusion mit dem großen Nachbarn ansteht, will der Traditionsverein den Aufstieg geschafft haben.

Der TuS Wandhofen macht Druck. In gut zweieinhalb Jahren könnte die Fusion zwischen dem TuS und dem VfL Schwerte perfekt, der Umzug von der Ruhrtalkampfbahn ins neu zu errichtende Sportzentrum vollzogen und der staubige Kick auf dem Ascheplatz Geschichte sein. Bis dahin will es der TuS Wandhofen geschafft haben: den Aufstieg in die Kreisliga B. Ein ehrgeiziges Ziel.

Stellt sich die Frage. Warum gerade jetzt soll es mit dem Aufstieg was werden, noch so kurz vor der Fusion mit dem sportlich erfolgreicheren und größeren VfL Schwerte? „Wir haben Sorge“, so Wandhofens Trainer Marcel Rachut, „dass wir sportlich etwas untergehen, wenn wir in der Kreisliga C verbleiben. Sollten wir den Aufstieg schaffen, dann wären wir die zweithöchst spielende Mannschaft im neuen Fusions-Verein und wir können sagen: da steht ihr, und da stehen wir.“

Viele junge Spieler, die höherklassig spielen wollen und auch können

„Wir haben Ambitionen nach oben, wir wollen aufsteigen, wir sind ehrgeizig und haben junge Spieler, die höher spielen können und wollen als aktuell“, sieht Rachut Potenzial in seinem Team, das er 2018 übernommen hatte. Zuerst wollte Rachut, der bereits 2008/2009 das Trikot des TuS getragen hatte, wieder als Spieler auf den Platz zurückkehren. Dann wurde ein Trainer für die Zweite gesucht und Rachut stand plötzlich im Alter von 30 Jahren an der Seitenlinie. Eine langwierige Oberschenkelverletzung machte die Entscheidung leichter.

Als sich sechs Monate später dann die 1. Mannschaft auflöste, gab’s in Wandhofen über Nacht nur noch eine Seniorenmannschaft – aus der Zweiten wurde die Erste. Seitdem ist der TuS Wandhofen der einzige Schwerter Fußballklub, dessen Erste in der Kreisliga C spielt. Und der einzige Klub, der noch auf Asche spielt.

Seit mehr als einem Jahr steht ein Trainer-Duo an der Seitenlinie

Die Aufbauarbeiten sind geschafft, in drei Jahren hat Rachut ein Team geformt, dass sich in der Liga gut behauptet, jung, ehrgeizig und ambitioniert ist. Nach sieben Spielen rangiert der TuS auf Rang fünf. Seit mehr als einem Jahr hat der 33-Jährige mit Christ Arens einen gleichberechtigten Trainer an seiner Seite. Wann auch immer die Saison wieder losgeht, der TuS will gut vorbereitet sein. Mit dem virtuellen Training hat sich das Trainer-Duo noch nicht wirklich befasst. Dafür schicken Rachut und Arens ihre Jungs regelmäßig in den Wald zum Joggen, zudem trainieren Zweiergruppen am Ball. „Wir machen alles, um fit zu bleiben“, verspricht Marcel Rachut.

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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