Gegen Augsburg waren es einmal mehr nur die Pappkameraden, die die Iserlohn Roosters in der Eissporthalle am Seilersee unterstützten. Den echten Fans der Roosters bietet sich die Möglichkeit, die folgenden beiden Auswärtsspiele im Autokino zu verfolgen. © picture alliance/dpa
Eishockey

Auf die Fans der Iserlohn Roosters wartet ein Spieltag zum Fingernägel kauen

Playoff-Runde oder nicht? Für die Iserlohn Roosters geht es am Sonntagnachmittag um nichts Geringeres als das Erreichen des ausgegebenen Saisonziels.

Am Sonntag um 14.30 Uhr finden parallel die sieben Partien des letzten Spieltages der so genannten Verzahnungsrunde der Deutschen Eishockey-Liga (Penny-DEL) statt (live bei Magenta TV). Dabei treffen die Iserlohn Roosters auf den ERC Ingolstadt – und müssen sich in der Tabelle noch um einen Platz verbessern, wenn sie ihr Saisonziel erreichen wollten.

Gemeint ist das Erreichen der Playoff-Runde, für die sich die jeweils vier besten Mannschaften der Nord- und Süd-Staffel qualifizieren. Und wenn nicht alle Anzeichen täuschen, wird es ein spannendes Rennen bis zum Schluss – wobei die Iserlohner allerdings auf Schützenhilfe angewiesen sind.

Gar nicht weit von etwas Zählbarem entfernt

Für eine bessere Ausgangslage hätten die Sauerländer am Freitagabend bei Red Bull München punkten müssen, was ihnen mit der 2:4-Niederlage aber nicht gelang. Dass die Mannschaft von Brad Tapper in einem niveauvollen Spiel ein gleichwertiger Gegner und gar nicht weit von etwas Zählbarem entfernt war, bleibt unter dem Strich nur ein schwacher Trost.

Und so stellt sich die Lage vor dem letzten Spieltag dar: Iserlohn steht mit 53 Punkten auf dem fünften Rang. Auf dem begehrten Platz vier steht die Düsseldorfer EG mit 55 Zählern.

Aber jetzt wird es kompliziert: Die nackte Punktzahl ist am Schluss nicht entscheidend. Denn die Iserlohner, die über die Ostertage wegen eines vermeintlich positiven Coronatests, der sich im Nachhinein als ein Laborfehler herausgestellt hatte, in Quarantäne waren, haben ein Spiel weniger auf dem Konto. Die am Ostermontag ausgefallene Partie in Straubing konnte nicht nachgeholt werden, weil in dem vollgepackten Terminplan schlicht und ergreifend kein Platz mehr war.

So wird nach dem letzten Spieltag am Sonntag die Quotientenregel (Anzahl der Punkte geteilt durch die Anzahl der Spiele) zur Ermittlung der Abschlusstabelle herangezogen werden. An der Ausgangslage für die Roosters ändert diese Quotientenregel aber nichts.

Um es auf den Punkt zu bringen: Das eigene Spiel gegen Ingolstadt muss gewonnen werden. Und gleichzeitig darf Düsseldorf nicht in München gewinnen – das dürfte spannend werden, auf die Roosters-Fans wartet ein Sonntagnachmittag zum Fingernägel kauen.

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Redaktion Schwerte
Als Schwerter Sportredakteur seit 2000 auf den Sportplätzen und in den Hallen unterwegs – nach dem Motto: Immer sportlich bleiben!
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Michael Doetsch

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