Zwei Teams aus Schwerte kooperieren künftig und legen die Mannschaften zusammen. © dpa
Spielgemeinschaft

Alleine reicht es nicht: Zwei Schwerter Vereine bündeln die Kräfte

Wenn zwei eigenständig nicht überleben können, bilden sich im Sport Spielgemeinschaften. Diesen Weg gehen nun auch zwei Schwerter Vereine, die bisher Konkurrenten waren.

Zwei Vereine, bisher Konkurrenten in Schwerte, legen ihre Mannschaften in einem Vereinsbereich zusammen und kooperieren. Notwendig war das geworden, weil beide selbstständig keine schlagfertigen Teams mehr hätten stellen können. Nun gehen sie als Spielgemeinschaft auf Punktejagd.

Ein halbes Dutzend Spielerinnen – das ist zu wenig, um als Basketballmannschaft über eine Saison zu kommen. Weder die Schwerter Turnerschaft noch Holzpfosten Schwerte 05 verfügen zur neuen Saison aber über mehr Aktive.

So lag es nahe, die Kräfte zu bündeln. Gesagt, getan – ab Mitte November, wenn in der Bezirksliga 7 der Startschuss zur Saison 2020/21 fällt (sofern die Lage rund um das Corona-Virus dies überhaupt zulässt), gehen die beiden heimischen Klubs als Spielgemeinschaft Holzpfosten/Schwerter TS an den Start.

Die STS-Damen spielten in der vergangenen Saison, die wegen Corona im März dieses Jahr vorzeitig beendet worden war, in der Landesliga und standen zum Zeitpunkt des Abbruchs punktlos auf dem letzten Platz. Aus beruflichen und Studiengründen stehen einige Spielerinnen dieses Teams nicht mehr zur Verfügung, berichtet Trainer Klaus Höhm.

Dünne Personaldecke auch bei den Holzpfosten

Auf Holzpfosten-Seite sieht die personelle Situation nicht besser aus. „Eigentlich sind wir jedes Jahr am kämpfen“, sagt Trainer Marc Dieckerhoff. So mache es Sinn, „dass wir beides zusammenschmeißen“, so der „Pfosten“-Coach weiter.

Als Trainer der neuen Spielgemeinschaft wird der „ewige“ STS-Damentrainer Klaus Höhm den Hut aufhaben. Marc Dieckerhoff, der zudem die zweite Holzpfosten-Herrenmannschaft trainiert, und André Grunau, der auch noch als Schiedsrichter für die „Pfosten“ und als Spieler für den ASC 09 Dortmund unterwegs ist, werden Höhm als Co-Trainer unterstützen.

Auch die Trainingsarbeit wird aufgeteilt: Zu der wöchentlichen STS-Einheit unter Höhm am Montag sind in den vergangenen Wochen die „Pföstinnen“ dazugestoßen, umgekehrt war es bei der Holzpfosten-Einheit tags darauf. Und so soll es auch in Zukunft wieder der Fall sein – nach dem zurzeit noch gültigen Kontaktsportverbot im Kreis Unna. Wann immer dieses aufgehoben wird.

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Michael Doetsch

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