Corona ist noch nicht besiegt. Deshalb ist die Absage der Fußball-Stadtmeisterschaft eine nachvollziehbare Entscheidung - trotz rapide sinkender Inzidenzzahlen. © Jens Lukas
Meinung

Absage der Fußball-Stadtmeisterschaft ist kein Grund zum Stirnrunzeln

Inzidenzzahlen im Sinkflug - und trotzdem haben Stadtsportverband und der VfL Schwerte als Ausrichterverein die Fußball-Stadtmeisterschaft abgeblasen. Das ist richtig so, findet unser Autor.

Werden wir ein bisschen wehmütig: Vor drei Tagen, am vergangenen Freitag, war eigentlich der Termin für den Ruhrstadtlauf. Bei herrlichem Laufwetter – es hätte so schön sein können. Den rührigen Machern des Stadtsportverbandes, die die längst als traditionell zu bezeichnenden Laufveranstaltung in den vergangenen Jahren zu einer Säule im Schwerter Sportkalender gemacht haben, wird das Herz geblutet haben.

An der Richtigkeit der vor zwei Wochen beschlossenen Absage ändert dies aber nichts. Corona verbreitetet zwar nicht mehr so viel Schrecken wie es schon mal der Fall war. Aber besiegt ist das nervige Virus leider noch nicht – auch wenn man in diesen Tagen manchmal den Eindruck gewinnen könnte, es wäre anders. Aber das ist ein anderes Thema.

Ersatzlos aus dem Terminkalender gestrichen

Auch die Fußball-Stadtmeisterschaften sind eine Veranstaltung des Stadtsportverbandes, die man trotz des stetig wiederkehrenden Gezeters von Trainern und Vereinsverantwortlichen über Termin oder Austragungsmodus nicht missen möchte. Aber analog zum Ruhrstadtlauf haben die Entscheidungsträger auch hier zum zweiten Mal in Folge vor dem Virus kapituliert und die Titelkämpfe der kickenden Zunft ersatzlos aus dem Terminkalender gestrichen.

Mehr als im Fall des Ruhrstadtlaufes mag diese Turnierabsage angesichts der rapide sinkenden Inzidenzzahlen mancherorts für Stirnrunzeln gesorgt haben – im Zuge der allgemeinen Lockerungen müsste es doch möglich sein, ein solches Turnier auszutragen.

Die Führungsgremien des Stadtsportverbandes und des Ausrichtervereins VfL Schwerte aber haben sich dagegen entschieden – und das ist richtig so! Denn nochmal: Corona ist immer noch da – und damit auch gewisse Regeln, für deren Einhaltung der Gastgeberverein zu sorgen hätte. Kann und will man als Verein diese Verantwortung übernehmen? Der VfL Schwerte hat diese Frage für sich in Abstimmung mit dem Stadtsportverband mit einem Nein beantwortet. Das darf man den VfLern nicht zum Vorwurf machen – im Gegenteil.

Denn letztlich gilt der Satz, der vor ein paar Tagen am Anfang der offiziellen Mitteilung zur Absage der Titelkämpfe geschrieben stand: „Leider können wir wegen der Corona-Bestimmungen immer noch nicht alles machen, was wir möchten.“ Zum Beispiel, unbeschwerte Fußball-Stadtmeisterschaften genießen.

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Michael Doetsch

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