Zum Verbandsliga-Saisonstart zwischen dem OSC Dortmund und der HVE Villigst-Ergste, hier mit Louis Marquis (li.) und Philipp Koch, wurde am Samstagabend verbissen gekämpft. © Peter Ludewig
Handball

27:33 zur Premiere – aber die HVE Villigst-Ergste ist ligatauglich

Nicht immer spiegeln die nackten Zahlen die wahren Kräfteverhältnisse wider. Denn sechs Tore schlechter als der Gegner war die HVE Viligst-Ergste bei ihrer Verbandsliga-Premiere nicht.

Die nüchternen Fakten zuerst: Die HVE Villigst-Ergste hat ihr erstes Verbandsliga-Spiel mit 27:33 verloren.

So deutlich, wie es die nackten Zahlen vermuten lassen, fiel die Niederlage für die Villigst-Ergster am Samstagabend beim OSC Dortmund aber nicht aus. Erst in der Schlussviertelstunde, als die HVE ihrer Kräfte zehrenden Spielweise Tribut zollen musste, setzten sich die Dortmunder ab. Von 22:21 zogen sie auf 28:21 davon und profitierten in dieser Phase auch von krassen individuellen Fehlern der Villigst-Ergster.

Sohn des Ex-Trainers ist kaum zu stoppen

Vorher aber hatte die Mannschaft von Trainer Tobias Genau gegen einen gewiss nicht schwachen Verbandsligisten ihre Ligatauglichkeit unter Beweis gestellt. Mit einer sehr offensiv ausgerichteten Abwehr wollte der Aufsteiger den Dortmundern den Zahn ziehen.

Auch wenn kaum zu stoppende Kreisläufer Nikita Maystrenko, Sohn des Ex-HVE-Trainers Alexander, dadurch viele Räume am Kreis hatte, ging diese Taktik weitgehend auf.

Die Trommeln blieben im Auto

Und als Marc Licha einen Tempogegenstoß unter Bedrängnis mit einem Rückhänder zur ersten Führung abschloss (8:7, 17.), riss es den HVE-Anhang unter den zugelassenen 100 Zuschauern in der Halle Hacheney von den Sitzen.

Diese hätten ihr Team übrigens gerne auch mit Trommeln unterstützt. Dem stand aber das Hygienekonzept des OSC entgegen – die Trommeln blieben im Auto.

An Unterstützung von den Rängen mangelte es trotzdem nicht für die Villigst-Ergster, die nach einem verwandelten Siebenmeter von Jonas Mag als letzte Aktion der ersten Halbzeit mit einem 14:12-Vorsprung in die Kabine ging.

Mag und Koch tragen die Rückraum-Last

Nach Wiederanpfiff konnte das Genau-Team dieses Level aber nicht mehr halten. Während der OSC ohne Leistungsabfall munter durchwechseln konnte, lag die Last im Rückraum der Gäste zu großen Teilen auf den Schultern von Mag und Philipp Koch (je neun Tore) – Jannis Mimberg als eine wertvolle Alternative, stand zwar auf dem Spielberichtsbogen, kam wegen einer Bänderverletzung aber nicht zum Einsatz.

Und die verletzten Johannes Stolina und Alexander Hänel sowie Torwart Dennis Friedrich saßen ohnehin schon auf der Tribüne. So reichte es kräftemäßig in der Schlussviertelstunde nicht mehr dazu, dem OSC noch Paroli zu bieten.

„38 Minuten lang die bessere Mannschaft“

Unzufrieden war Trainer Genau deshalb mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht. Sein Fazit zum Spiel: „In der ersten Halbzeit haben die Jungs es richtig gut gemacht. Ich finde, wir waren 38 Minuten lang die bessere Mannschaft. Am Ende fehlten uns dann einfach die verletzten Spieler.“

OSC Dortmund – HVE Villigst-Ergste 33:27 (12:14)

Villigst-Ergste: Maurice Rolfsmeyer, Jan Schulte – Jonas Mag (9/3), Maximilian Jäkel (2), Fabian Bleigel (1), Jan Ludwig, Philipp Koch (9), Marc Licha (2), Louis Marquis (2), Matthias Hermenau, Jannis Mimberg, Lars Schiereck (1), Robert Stelzer (1).

Über den Autor
Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch

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