„Zukunft Schermbeck“ tritt bei der Kommunalwahl an - mit diesen Zielen

dzKommunalwahl 2020

Nicht einmal drei Monate alt ist die Wählergemeinschaft „Zukunft Schermbeck“, die bei der Kommunalwahl antritt. Wer steckt dahinter und was hat sie vor?

Schermbeck

, 22.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang Juni wurde „Zukunft Schermbeck“ gegründet. Auch wenn einige Mitglieder sich auch in der Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“ engagieren, betont Vorsitzender Thomas Bolte, dass man beide Gruppen getrennt voneinander sehen müsse. „Die Bürgerinitiative läuft parallel weiter.“

Das sind die Kandidaten

Trotz kurzer Vorlaufzeit treten Kandidaten im Alter von 20 bis 75 Jahren in allen Wahlbezirken an: Helga Loeck-Zehner (Weselerwald/Dämmerwald/Malberg), Andreas Bartoschek (Damm), Thomas M. Heiske (Bricht/Borgskamp), Erika Rottinghaus (Bösenberg/Lichtenhagen), Heinz Große-Gung (Ortskern), Helga Wessel (Schieneberg/Hoher Weg), Thomas Bolte (Rüste/Gewerbegebiet), Axel Delatowski (Üfte/Overbeck/Overhagen), Prof. Dr. Friedhelm Zehner (Marellenkämpe), Robin Lilge (Altschermbeck-Dorf), Sonja Berthold (Siegelhof/Kettelerstraße), Beate Bartoschek (Gahlen-Heisterkamp) und Hildegard Daldrup (Gahlen-Besten).

Heiske auf dem ersten Platz der Reserveliste

Am meisten Chancen auf einen Sitz im Rat dürfte allerdings Thomas M. Heiske auf dem ersten Platz der Reserveliste haben - vor Thomas Bolte. „Weil er die meiste Erfahrung hat“, sagt Bolte. Heiske war aktiv in der Jungen Union, CDU, dann in der FDP. Nach umstrittenen Facebook-Posts Heiskes in der Flüchtlingskrise hatte der FDP-Kreisverband ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet. Kurz darauf verließ Heiske die FDP, behielt aber sein Ratsmandat gegen den Willen des FDP-Ortsverbands.

„Sehr divers“ sei der politische Hintergrund der Mitglieder, sagt Bolte. Als problematisch für den Zusammenhalt sieht er das nicht. „Wir konzentrieren uns auf ganz konkrete Schermbecker Fragestellungen.“ Als „Mittler zwischen den Wünschen und Interessen der Bürger, der Verwaltung und dem Rat“ wollen die „Zukunft Schermbeck“-Mitglieder tätig werden.

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Mehr Transparenz bei größeren Projekten

„Zukunft Schermbeck“ will mehr Transparenz bei größeren Gemeinde-Projekten und ein Mitspracherecht der Bürger erreichen: etwa bei der Grundschul-Frage, zum Krematorium oder zur Mittelstraße. Schuldenfreiheit, niedrige Grund- und maßvolle Gewerbesteuersätze, die Vermeidung unnötiger Ausgaben und Prestigeprojekte sind weitere Ziele.

Für den Erhalt beider Grundschulstandorte spricht sich das Wählerbündnis aus. Man unterstütze die Anwohner des geplanten Tierkrematoriums, sich für einen anderen Standort stark zu machen. „Zukunft Schermbeck“ ist gegen ein im Regionalplanentwurf vorgesehenes Gewerbegebiet in Rüste und für die Reaktivierung der Polizeiwache. Diese müsse im Ortskern wiederbesetzt werden, um mehr Sicherheit und schnelle Hilfe im Notfall zu gewährleisten.

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