Zu viele parkende Autos: Anwohner fordern mehr Halteverbotsschilder

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Durch wild parkende Autos kommt es laut Anwohnern der Kempkesstege regelmäßig zu Situationen, in denen Straßenreinigung und Rettungsdienst Platzprobleme bekommen. Eine Lösung ist angedacht.

Schermbeck

, 08.06.2020, 14:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die CDU Schermbeck hatte die Sorgen und Beschwerden der Anwohner aufgenommen und bereits Anfang März eine Anfrage an die Verwaltung gestellt. „Während der Besuchszeiten des Kindergartens und des Netzwerkes soll es regelmäßig zu problematischem Parkverhalten kommen“, so Rainer Gardemann, Fraktionsvorsitzender der CDU, in seinem Antrag. Er erbat von der Verwaltung, einen Überblick über die Situation und Lösungswege aufzuzeigen.

Bei einer Reihe von Ortsterminen im März habe man an unterschiedlichen Tagen zu unterschiedlichen Zeiten sehr verschiedene Parksituationen vorgefunden, so Marc Lindemann vom Ordnungsamt in der Vorlage, über die der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag (9. Juni) berät. „Zu bestimmten Betriebszeiten des Familienzentrums und bei bestimmten Aktivitäten des Netzwerks konnte eine verstärkte Nutzung der Kempkesstege als Parkraum festgestellt werden.“ Auch für Fahrzeuge der Caritas werde die Straße als Parkraum genutzt.

Straßenreinigung will Fahrplan ändern

„Auf der anderen Seite hab es auch Zeitpunkte, an denen lediglich fünf bis sieben Fahrzeuge auf der gesamten Straße abgestellt waren“, so Lindemann. Das Unternehmen, das mit der Straßenreinigung beauftragt ist, habe den Hinweis der Anwohner aber auf Nachfrage bestätigt. Das Unternehmen will nun immer vor den Betriebszeiten des Familienzentrums die Straße säubern. Von Feuerwehr und Rettungsdienst lägen keine Beschwerden zur Parksituation vor, so Lindemann.

Einzelne Anwohner forderten die Beschilderung der Straße mit Halteverboten. Die Verwaltung will es zunächst ohne neue Schilder in der innerörtlichen Tempo-30-Zone versuchen.

Ruhender Verkehr soll intensiver überwacht werden

Stattdessen soll der ruhende Verkehr in der Kempkesstege intensiver überwacht werden. Für eine zusätzliche Stelle bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs hatte Lindemann zuletzt bereits geworben. Nach den zahlreich geführten Gespräche zum Thema will man zudem abwarten, ob eine Entspannung der Situation eintritt.

Einen weiteren Grund führt Lindemann dafür ins Feld, erst einmal keine neuen Schilder aufstellen zu wollen: „Eine Änderung der Beschilderung würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Verdrängungseffekt auf angrenzende Straßen (Adolf-von-Kleve-Straße, Am Rathaus) führen und das Problem lediglich verlagern, aber nicht lösen.“

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