Wolf: Kein finanzieller Deckel mehr für Schutzmaßnahmen

Wolfsgebiet Schermbeck

20.000 Euro: Das war bislang die Obergrenze, die das Land Tierhaltern für Schutzmaßnahmen gegen den Wolf über drei Jahre maximal zahlte. Diese Grenze wurde nun gekappt.

Schermbeck

, 23.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schutzmaßnahmen gegen den Wolf werden nicht mehr finanziell gedeckelt.

Schutzmaßnahmen gegen den Wolf werden nicht mehr finanziell gedeckelt. © picture alliance / Julian Strate

Tierhalter können für Schutzmaßnahmen gegen den Wolf in NRW mehr Geld bekommen: Die bisherige Obergrenze von 20.000 Euro über drei Jahre sei nach einem entsprechenden Antrag des Landes bei der Europäische Kommission aufgehoben, teilte das NRW-Umweltministerium am Mittwoch mit.

Damit könne das Land Aufwendungen etwa für die Anschaffung elektrischer Zäune oder von Herdenschutzhunden ohne Obergrenze erstatten. Derzeit würden zunehmend wieder Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. Es müsse Ziel sein, in den Wolfsgebieten großflächig Schafe und Ziegen durch gut funktionierende, elektrische Zäune gegen Wolfsattacken zu sichern.

Kostenlose Herdenschutzberatung

Eine Herdenschutzberatung biete die Landwirtschaftskammer NRW kostenfrei an.

In NRW leben bislang drei Wölfe in weit voneinander entfernten Gebieten in der Region Schermbeck sowie in der Senne und der Eifel. In Schermbeck gibt es einen ersten Hinweis auf ein mögliches Wolfspaar.

Ob der Wegfall der finanziellen Obergrenze die Gemüter der Schafhalter im Wolfsgebiet Schermbeck beruhigt, dürfte zweifelhaft sein. Denn die sehen den Nachweis erbracht, dass zumindest Wölfin Gloria gelernt habe, „wolfssichere“ Zäune zu überwinden und fürchten, dass dies auch an eventuelle Nachkommen weitergegeben werden könnte. Gefordert wird die Entnahme des Wolfs.

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