Wer sich Hoffnung auf eine Parzelle im neuen Baugebiet machen darf - und zu welchem Preis

Baugebiet

Vor allem junge Familien sollen von den Baugrundstücken am Borgskamp profitieren. Die Politiker wollen in der kommenden Woche auch die Preise festlegen.

Schermbeck

, 24.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Wer sich Hoffnung auf eine Parzelle im neuen Baugebiet machen darf - und zu welchem Preis

Östlich (oberhalb) des Friedhofes der Evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck liegt die trapezförmige Fläche (A), mit deren Bebauung im Jahre 2020 begonnen werden soll. © Helmut Scheffler (A)

Der Schermbecker Bau- und Liegenschaftsausschuss wird am 3. Juli (Mittwoch) über den Start der Vergabe entscheiden. Da es sich um gemeindeeigene Grundstücke handelt, will die Verwaltung, dass durch die Anwendung der „Richtlinien für die Vergabe von Wohnbaugrundstücken der Gemeinde Schermbeck“ vor allem Familien profitieren.

Vor dem Beschluss steht aber zunächst eine Änderung der Richtlinien auf der Tagesordnung. Ein Passus der 2017 festgelegten Richtlinie könne „als unsachlicher Differenzierungsgrund“ gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen, so Winfried Thomann von der Verwaltung. In der noch geltenden Fassung soll die Bewerbung von Personen ausgeschlossen werden, die in Schermbeck ein bebautes oder bebaubares Grundstück besitzen. Mit der neuen Fassung soll nun ausgeschlossen werden, dass die Bewerber überhaupt, also auch in anderen Orten, ein solches Grundstück besitzen.

70 Euro unter Marktwert

Was die Preise für die Grundstücke (insgesamt 9300 Quadratmeter Nettobaulandfläche) am Borgskamp betrifft, sollen diese für Familien erschwinglich sein. Dort wo am Borgskamp die Festsetzung „Allgemeines Wohngebiet“ gilt, soll der Netto-Grundstückspreis 150 Euro pro Quadratmeter betragen. Das dürfte rund 70 Euro unter dem Marktpreis liegen, allerdings sind Erschließung und sonstige Nebenkosten nicht enthalten.

Dort wo am Borgskamp die Festsetzung „Mischgebiet“ zutrifft, soll der Preis, ebenfalls ohne Erschließung und Nebenkosten, bei 130 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Gemeinde hat eine Berechnung aufgestellt, nach der Erschließungs- und Nebenkosten pro Quadratmeter 45,16 Euro ausmachen sollen.

Erbbaurecht ebenfalls möglich

Möglich ist auch, dass Bewerber statt des Grundstückskaufs ein Erbbaurecht erhalten. Der Erbbauzins soll 4,20 Euro betragen, kann aber im Laufe der Zeit steigen.

Vorrangig behandelt werden Bewerber, die mindestens fünf Jahre ununterbrochen in Schermbeck gewohnt haben oder wohnen. Zudem solche, die seit mindestens fünf Jahren in Schermbeck vollzeitbeschäftigt sind. Die genauen Bedingungen können hier nachgelesen werden.

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