Vollsortiment für nördliche Mittelstraße

SCHERMBECK Ungern einen neuen Discounter, wo auch immer, lieber einen Vollsortimenter in der nördlichen Mittelstraße, um das Zentrum zu stärken - das fordert der Arbeitskreis Gemeindeentwicklungsplan.

von Von Michael Klein

, 19.03.2008, 16:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Arbeitskreis für eine Entwicklung in der nördlichen Mittelstraße im Umfeld von Edeka und Norma (l.).

Der Arbeitskreis für eine Entwicklung in der nördlichen Mittelstraße im Umfeld von Edeka und Norma (l.).

Schermbeck ist verhältnismäßig gut aufgestellt, insbesondere was Lebensmittel und Drogerieartikel angeht. Das sagte Ralf Beckmann vom Büro "Stadt und Handel", das das Einzelhandelskonzept erstellt. Er empfahl, die Mittelstraße zu stärken, damit dies auch so bleibt. Eine Gefahr sieht er darin, dass ein Discounter wie Lidl sich im Außenbereich, etwa in der Dorstener Straße/Marellenkämpe, ansiedele. Das bedeute weniger Umsatz im Zentrum.

Der Arbeitskreis war sich einig, dass neue und attraktive Standorte entwickelt werden müssen. Denn längerfristig seien einige der bestehende Standorte ohne Modernisierung der Flächen und einer Neustrukturierung der Parkplätze nicht zu halten.

Unterschiedliche Vorschläge

Was die Standortmöglichkeiten für den Einzelhandel angeht, plädierten der Arbeitskreis für eine Entwicklung in der nördlichen Mittelstraße, im Umfeld von Edeka und Norma. Im Hinblick auf konkrete Standorte gab es unterschiedliche Sichtweisen. Die vorgeschlagenen Handlungsansätze reichten von Aufwertungsmaßnahmen an den bestehenden Standorten über eine Neubebauung im Bereich des Marktplatzes bis hin zu einer völligen Neustrukturierung der nördlichen Mittelstraße.

Neben der Standortfrage ging es um die Versorgungsqualität. Hier zeigte das Votum eine große Mehrheit für die Ansiedlung eines Vollsortimenters. Zwar würde auch ein Discounter zu einer Belebung führen, aber aufgrund des reduzierten Warenangebotes wäre die Versorgungsqualität eingeschränkt.

Klare Linie nötig

Zur vom Planungsbüro vorgeschlagenen Sortimentsliste kamen keine konkreten Einwände. Es wurde darauf hingewiesen, dass diese ebenso wie die Standortempfehlungen zu einem späteren Zeitpunkt in den politischen Gremien abschließend diskutiert werden müssen. Der Politik empfahl der Arbeitskreis "eine konsequente und zielgerichtete Bauleitplanung". Denn eine "klare Linie" der Steuerung würde die Investitionssicherheit für die zukünftige Entwicklungen in der Mittelstraße erhöhen.

Auf einem Bürgerforum am Dienstag, 8. April, um 19 Uhr im Ramirez werden die Ergebnisse der Arbeitskreis-Sitzungen vorgestellt und diskutiert.

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