Tanzclub steht vor einer ungewissen Zukunft

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Der Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck steht vor einer ungewissen Zukunft. Ende Mai 2021 endet der Mietvertrag für die Tanzakademie am Heetwinkel. Wie es dann weitergeht, war Thema im Rat.

Schermbeck

, 29.07.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In die Diskussion um das geplante Lehrschwimmbecken am Hallenbad hakte Eva-Maria Zimprich (SPD), Vorsitzende des TC GW, nach, was die Gemeinde gedenke, für den Verein zu tun, der Ende Mai nicht mehr am Heetwinkel 5 zu finden sein wird. Bei der Vergabe von Fördermitteln entstehe der Eindruck, dass manche Sportvereine eher profitierten als andere. „Manche sind gleich, einige sind gleicher.“

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Bürgermeister Mike Rexforth sah sich genötigt, „dem Eindruck entgegen zu wirken, man hätte sich um den Tanzclub nicht bemüht“. Der Tanzclub habe, als klar war, dass das Mietverhältnis endete, eine Ausweich-Adresse gefunden, doch der Vermieter habe „aufgrund persönlicher Entwicklungen im Unternehmen“ davon Abstand genommen. „Ich habe ihn eingeladen und wir haben darüber intensiv gesprochen. Ich habe dafür geworben, dass er, wenn es irgendwie möglich sein sollte, seinen Beschluss revidiert.“ Klar sei aber auch: „Es ist einem Bürgermeister nicht möglich, ihn zu zwingen.“

Bei der Frage, welche Vereine Förderungen für ihre Sportstätten erhalten, habe der Tanzclub nicht die gleichen Voraussetzungen wie andere. Infrastruktur mit langfristigen Verträgen müssten die Vereine nachweisen können, um die Zweckbindungszeiten der Förderung erfüllen zu können. Der Tanzclub habe aber sein Grundstück am Hufenkamp verkauft - sonst wäre jetzt vielleicht ein Antrag zur Errichtung einer neuen Sportstätte möglich gewesen, so Rexforth. So seien die Möglichkeiten einer Förderung jetzt aber „auf Null reduziert“: „Ein eigenes Grundstück hätte es einfacher gemacht.“

„Keiner hat Interesse daran, einen Verein sterben zu lassen“

Rexforth machte deutlich: „Keiner hat Interesse daran, einen Verein sterben zu lassen.“ Dass die Gemeinde Schermbeck einen Mietvertrag für den Tanzclub unterschreibt - dafür müsse es erst einen politischen Beschluss geben. Nicht möglich sei der Gemeinde, selbst Gebäude zu diesem Zweck bauen zu lassen. Er hoffe dennoch, dass man noch eine gemeinschaftliche Lösung finde.

Zimprich begrüßte die Ausführungen. „Es wäre schön, wenn man sich mal zusammensetzt.“ Denn es hingen 250 Kinder und Familien am Tanzclub. „Die wollen wissen, was mit den Kindern passiert.“ Rexforth wiederholte, man sei gesprächsbereit. „Solche Räume, wie ihr sie braucht, fallen in Schermbeck aber im Moment nicht einfach vom Himmel.“ Die kleine Halle am Abrahamhaus habe der Tanzclub nach wenigen Einheiten nicht mehr genutzt, da der Boden dort nicht den Bedürfnissen genügt habe. Ein Sporthallen-Neubau an der Grundschule sei hingegen noch „in weiter Ferne“.

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