Ein Schermbecker Unternehmer, dessen Firma bereits vor der Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten steckte, hat die Corona-Soforthilfe beantragt. Doch der Betrugsversuch fiel auf. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Corona-Hilfen

Soforthilfe beantragt, obwohl Firma vor Corona fast pleite war

Obwohl seine Firma schon seit Monaten in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten steckte, hat ein 48-jähriger Schermbecker versucht, Corona-Soforthilfen zu bekommen. Doch das ging schief.

Richterin und Staatsanwältin warteten am Mittwoch vergebens auf den Angeklagten. Dieser hatte eigentlich den Strafbefehl anfechten wollen, der ihm aufgrund eines Subventionsbetrugs auferlegt worden war.

„Die Firma war seit Dezember 2019 in finanziellen Schwierigkeiten“, so die Richterin über das Unternehmen des 48-Jährigen. Dies könne man unter anderem daran ablesen, dass das Finanzamt bereits Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet hatte, häufig der Gerichtsvollzieher beauftragt worden war und der Schermbecker die Vermögensauskunft leisten musste. „Und, und, und …“, so die Richterin.

Schnelle 9.000 Euro?

Doch im März 2020 sah der Firmeninhaber offenbar eine Chance, zu Geld zu kommen. Denn da waren die Corona-Soforthilfen ausgelobt worden, die Unternehmen durch die Pandemie-Krise helfen sollen. Schnelle 9.000 Euro für den Schermbecker? „Die sind aber nicht ausgezahlt worden – das ist vorher aufgefallen“, so die Richterin.

Eine Strafe von drei Monaten Haft, die zur Bewährung ausgesetzt sind, war die Folge des Betrugsversuchs. Dagegen hatte der Mann Einspruch eingelegt, erschien am Mittwoch jedoch nicht vor Gericht. Damit wird die Strafe nun rechtskräftig.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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