So sollen die Schermbecker Spielplätze umgebaut werden

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Pläne für den Umbau von fünf Schermbecker Spielplätzen sowie den Bau von Straßenquerungen hat das Essener Planungsbüro DTP der Politik vorgelegt. Kosten: insgesamt 310.000 Euro.

Schermbeck

, 23.04.2019 / Lesedauer: 4 min

Es ist der vierte Abschnitt bei der Umsetzung des Spiel- und Bewegungsraumkonzepts, der sich mit den Spielplätzen im südöstlichen Teil Schermbecks befasst, die nicht übergeordneten Themen (Sportband, Landschaftsspiel, Abenteuerspiel, Piazza, Spielpark) zugeordnet werden.

„Ziel der Planung ist es, den bisher einheitlich ausgestatteten Spielplätzen individuelle Schwerpunkte und Spielmöglichkeiten zu verleihen“, so die DTP-Planer in ihrer Entwurfsbeschreibung. Das soll an den einzelnen Spielplätzen laut den Planern nun passieren:

Kapellenweg: Der gut besuchte Spielplatz mit Basketballkorb (Motto: „Hopsen, springen, dribbeln, fliegen“) soll um ein Angebot für jüngere Kinder ergänzt werden - eine neue Kleinkindrutsche, die am Rutschenhügel gebaut werden soll. Zwei neue Halbrundbänke unter den Bäumen sowie eine neue Bank am Klettergerüst sind außerdem geplant.

Marellenkämpe: Als „kleine Sandbank“ soll dieser Spielplatz komplett überarbeitet werden. In der Mitte der geplanten großen Sandspielfläche wird es ein „Kombinationsspielgerät“ mit Sandwerkstatt, Kletterebenen und Aufstiegsmöglichkeiten geben. Die Pfosten des Spielgeräts werden gebogenen Schilfrohren nachempfunden. Die vorhandenen Spielgeräte sollen in die neue Sandfläche integriert werden und auch zwei Bänke sind geplant.

Birkenstraße: Hier fanden die Planer eine große ebene Rasenfläche vor, die sich zum Ballspielen und Herumtoben eignet. Das soll auch nicht durch Einbauten verhindert werden - stattdessen wird die Randbepflanzung um blühende Gehölze ergänzt. Der offene Charakter soll erhalten bleiben, gleichzeitig aber ein abgegrenzter geschützter Raum entstehen. Auch hier sind neue Bänke geplant.

Kastanienstraße: „Nicht den Boden berühren“ heißt das Thema dort. Große Schrittplatten führen vom Eingang zur Boulderwand (Kletterwand) im hinteren Bereich, wobei die Abstände der Platten immer größer werden, sodass Kinder immer weiter springen müssen. Auf den Platten sind Schriftzüge geplant, die Kinder dazu animieren sollen, sich in Tiere zu verwandeln. Um dann etwa so weit zu springen wie ein Frosch, ein Eichhörnchen oder eine Ziege. An der Boulderwand kann man sich zum Kletterturm durchhangeln und dort im Netz ausruhen. Balancierbalken, Wackelbrücke, Poller und Findlinge ermöglichen, den Spielplatz ohne das Berühren des Bodens zu erkunden. Vorhandene Spielgeräte werden integriert - die Schaukel wird mit Babyschaukeln umgerüstet.

Schollkamp: Ein Versteckspielplatz ist dort geplant: „Los, such mich!“. Durch neue Hecken (1,40 Meter Höhe) wird ein niedriges Labyrinth entstehen. Weidenhütten bieten zusätzlich Platz zum Verstecken. Dieses Konzept war bei der Bürgerversammlung von den Anwesenden präferiert worden.

Hoher Weg: Kein Ausbau ist an diesem Spielplatz geplant, der als „Landschaftsspielplatz mit schönem Ausblick“ weitergeführt werden soll. Schnell erreichbar ist von dort der Spielpark (u.a. Strickerspielplatz).

Fontanestraße: Der Spielplatz wurde bereits von der Gemeinde zurückgebaut. Die Gemeinde will mit direkten Anwohnern sprechen, was dort geschehen soll.

Die Eingänge der auszubauenden Spielplätze sollen mit „blauen Teppichen“ markiert werden. Stelen sollen außerdem dafür sorgen, dass die Spielplätze besser gefunden werden.

Blaue Fußabdrücke zeigen den Weg

Auch die Wegebeziehungen zwischen den Spielplätzen sind Teil des Konzepts. Blaue Fußabdrücke hatte DTP auf Fußwegen und Straßen vorgeschlagen, jedoch hatte Bürgermeister Mike Rexforth bei der Bürgerversammlung daran erinnert, dass die blauen Punkte auf der Fahrbahn der Schienebergstege aus Sicherheitsgründen (möglicher Spielanreiz für Kinder auf der Straße) entfernt werden mussten. Nun sollen die blauen Fußspuren nur auf Fußwegen entstehen.

Wo zwischen den Spielplätzen Straßen überquert werden müssen, sollen die Stellen mit blauen Fußabdrücken, blau-weißen Sicherheitspollern und Einengungen sicherer gemacht werden. Markierungen und Sicherheitspoller schlägt DTP etwa an Prozessionsweg/Landwehr und Prozessionsweg/Kapellenweg vor. Die Querung des Prozessionswegs über die Freudenbergstraße hingegen sei eine Sondersituation, wo man über eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h als auch über Markierungen nachdenken müsse.

Weitere Straßeneinengungen

Die Verwaltung hat zusätzlich zum DTP-Konzept vorgeschlagen, an Straßenquerungen an der Kilianstraße, Freudenbergstraße und Johann-von-der-Recke-Straße die Fahrbahn einzuengen. Dies würde etwa 36.000 Euro kosten. Eine Aufpflasterung an der bestehenden Fahrbahnverengung an der Freudenbergstraße zur Senkung der Geschwindigkeit sei wahrscheinlich „nicht mehr aus dem vorhandenen Etat 2019 finanzierbar“, so Günter Gätzschmann von der Verwaltung.

Fertig werden sollen die Pläne, bei einem positiven Beschluss der Politik, bis Juli 2019. Dann soll die Ausschreibung erfolgen und am 12. September vom Ausschuss der Auftrag vergeben werden. Nach Abzug der Planungskosten stehen für die Baumaßnahmen 224.000 Euro zur Verfügung. 70 Prozent davon kommen vom Land.