Simone Abelmann lässt T-Shirts für gute Zwecke lächeln

Benefizaktion

„Ich bin ein Ideenmensch“, sagt die Schermbeckerin Simone Abelmann über sich. Aus einem von ihr gezeichneten Lächeln hat sie eine Wohltätigkeitsaktion gemacht.

Schermbeck

, 11.11.2018, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aus einer Skizze hat Simone Abelmann eine Wohltätigkeits-Aktion gemacht. "Bitte lächeln" heißt das Thema auf T-Shirts oder Schuhen, die im Internet verkauft werden.

Aus einer Skizze hat Simone Abelmann eine Wohltätigkeits-Aktion gemacht. "Bitte lächeln" heißt das Thema auf T-Shirts oder Schuhen, die im Internet verkauft werden. © Berthold Fehmer

Im früheren Berufsleben war sie mal für die IT in einem Krankenhaus zuständig. 2005 machte sie sich selbstständig mit unterschiedlichen Schwerpunkten und landete 2012 beim Webdesign. „Ich habe mich immer für semikreativ gehalten“, sagt sie, doch das änderte sich im Juli 2017, als sie in einem Kurs „Sketchnotes“ erlernte, eine Zeichenart, mit der man Vorträge oder einfache Prozesse grafisch darstellen kann.

„Hebel umgelegt“

„Das hat einen Hebel in mir umgelegt“, sagt sie heute. „Ich habe kapiert, dass ich doch kreativ bin und schöne Sachen aufs Papier bringen kann.“ Anschließend habe sie „gezeichnet, was mir vor die Flinte kam“. Um Übung zu bekommen, habe sie Vorträge mitgezeichnet, etwa den ihrer Freundin Petra Lehner. „Da ging es darum, wie ich das Gehirn und mich selbst beeinflussen kann. Und welche chemischen Prozesse mit einem Lächeln in Gang gesetzt werden.“

Da tauchte das Lächeln zum ersten Mal auf. Als Simone Abelmann einen Vortrag als "Sketchnote" mitzeichnete, entstand das Motiv für die Wohltätigkeits-Aktion.

Da tauchte das Lächeln zum ersten Mal auf. Als Simone Abelmann einen Vortrag als "Sketchnote" mitzeichnete, entstand das Motiv für die Wohltätigkeits-Aktion. © Berthold Fehmer

Das Lächeln, das Simone Abelmann am 4. August 2017 auf ihren Block gemalt hatte, „hat mich immer angeguckt“. „Das muss irgendwo drauf“, beschloss Abelmann. Sie zeichnete es auf einem größeren Block nach. Fotografierte es ab, bearbeitete es am Computer. Vor einigen Jahren hatte sie sich bereits im Internet bei einem T-Shirt-Shop angemeldet, der „Print on demand“ anbietet, also auf Bestellung Motive auf T-Shirts druckt.

Abelmann ließ sich ein T-Shirt drucken. „Man kann das in allen Farben und Formen dort bestellen“, sagt sie. Im Urlaub trug sie das T-Shirt und merkte: „Man bekommt ein Lächeln zurück.“ Abelmann dachte die Idee weiter. „Wir leben in Deutschland, das ist schon Glück genug, ich kann mir diesen Urlaub leisten und nächstes Jahr auch.“ Abelmann beschloss, dieses Glück teilen zu wollen.

„Ein Lächeln geht um die Welt“

„Ein Lächeln geht um die Welt“, so lautet ihr Plan. Die Hälfte des Umsatzes, den sie mit „lächelnden“ T-Shirts, Taschen, Pullovern oder Bierdeckeln erwirtschaftet, will sie an drei gemeinnützige Organisationen spenden. „Das ist noch nicht super explodiert“, sagt sie über die Anfänge - der Spendenstand steht derzeit bei etwas mehr als 400 Euro. Aber sie will mit einem Marketing-Experten daran arbeiten, den Umsatz vergrößern. „Ich will, dass das groß wird.“ 10.000 T-Shirts will Abelmann verkaufen, so ihre Vision.

Von den Verkäufen profitieren die Dorstener Tafel, der Kinderhospizdienst Ruhrgebiet sowie der Verein „Hexenkinder in Afrika“. Auf letzteren stieß Abelmann über eine Freundin. „Der Verein hilft Kindern, die verstoßen werden von ihren Familien, weil die sie für Hexen halten.“

Beruflich will sich Abelmann vom Webdesign zum kreativen Business verändern. Ein Uhrenshop steht auf ihrer Liste, aber auch kleine Online-Kurse, in denen sie zeigt, wie sie zeichnet, bietet sie an.

Lesen Sie jetzt