Schermbecks Grüne schicken Dr. Stefan Steinkühler ins Rennen

dzBürgermeister-Kandidat

Der Rechtsanwalt Dr. Stefan Steinkühler wirft seinen Hut in den Ring im Kampf um das Bürgermeisteramt. Der Grüne fordert am 13. September Mike Rexforth (CDU) heraus.

Schermbeck

, 30.05.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als dritte Schermbecker Partei schickt Bündnis 90/Die Grünen einen Kandidaten ins Rennen um das Amt des Schermbecker Verwaltungschefs. Am Freitagabend wurde der 47-jährige Gahlener Rechtsanwalt Dr. Stefan Steinkühler in der Dreifach-Turnhalle einstimmig als Bürgermeister-Kandidat gewählt.

Der gelernte Bankkaufmann und selbstständige Rechtsanwalt wurde im August 1990 Mitglied der SPD in Bochum-Wattenscheid und war seither in der Kommunalpolitik unterwegs. Das blieb auch so nach seinem Umzug nach Gahlen im Jahr 2010. Steinkühler wurde Mitglied der Schermbecker SPD.

Steinkühler gehört erst seit Januar den Grünen an

Im Jahr 2019 verließ er die SPD. Ein Jahr später - im Januar 2020 - wurde er Mitglied der Schermbecker Grünen. Derzeit ist er Sachkundiger Bürger im Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Schermbeck. Er gehört dem Deponiebeirat der AGR an und ist seit fast drei Jahren im Gahlener Bürgerforum in Sachen Ölpellets/Umweltskandal engagiert.

Steinkühler ist aktives Mitglied im Allgemeinen Bürgerschützenverein Gahlen, im Heimatverein Gahlen sowie Vorstandsmitglied im Förderverein der Schermbecker Feuerwehren. Bei den Kommunalwahlen im September tritt er als Direktkandidat im Wahlbezirk 12 (Gahlen-Heisterkamp) an.

Kritik an nicht hinreichend durchdachten Projekten

In einer etwa 20-minütigen Rede begründete Steinkühler seine Kandidatur. Bürgermeister Mike Rexforth habe in den zurückliegenden sechs Jahren viele Projekte nicht zu Ende gebracht. Als Beispiel nannte Steinkühler mangelnde Aktivitäten beim Thema Mittelstraße, das Projekt Cremare, das sich als „Desaster für die Wirtschaftsförderung“ erwiesen habe, und den schleppenden Ausbau des schnellen Internets im Außenbereich.

Er kritisierte Projekte, die nicht gründlich genug durchgedacht gewesen seien. Zum Beispiel sei das Spiel- und Bewegungsraumkonzept in jedem Abschnitt teurer geworden als kalkuliert. Auch beim Verkauf des alten Rathauses habe es gehakt. An drei Stellen sei auf Drängen des Bürgermeister Bauland gekauft worden. Steinkühler: „Gekauft haben wir, aber der Bürgermeister hat in blindem Eifer übersehen, welche Hindernisse im Weg stehen, diese Flächen wirklich zu Bauland zu machen.“

Auf den Senioren und der Umwelt liegt das besondere Augenmerk

„Das Zusammenleben von Alt und Jung in attraktiven Lebensräumen zu gestalten, wird eins meiner zentralen Themen sein“, kündigte Steinkühler für seine Wahl zum Bürgermeister am 13. September an. Barrierefreie Umbaumaßnahmen seien ebenso wichtig wie die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung. Auch im öffentlichen Wohnungsbau sieht er Handlungsbedarf. Und selbstverständlich behalte ein grüner Bürgermeister die Umwelt im Blick.

Dreikampf

Kommunalwahl am 13. September Drei Schermbecker Männer treten am 13. September in Schermbeck an, um Bürgermeister zu werden:
  • der amtierende Bürgermeister Mike Rexforth (CDU),
  • Timo Gätzschmann (Die Partei) und
  • Dr. Stefan Steinkühler (Bündnis 90/Die Grünen).
Die Grünen hatten bei den Kommunalwahlen der Jahre 2004, 2009 und 2014 auf einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten verzichtet.
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