Schermbecker Theatergruppe „Frauensache“ präsentierte ihr karnevalistisches Programm

dzKarneval Schermbeck

Zum zehnten Mal sorgte die Schermbecker Theatergruppe „Frauensache“ mit ihrem Karnevalsprogramm für Gelächter. Dieses Mal stand eine Camping-Reise an den Wesel-Datteln-Kanal im Mittelpunkt.

Schermbeck

, 02.03.2019, 05:45 Uhr / Lesedauer: 3 min

Auch neun Jahre nach der ersten närrischen Reise mit dem „MS Frauensache“ in 2010 haben die zehn Frauen der Theatergruppe „Frauensache“ ihre Begeisterung nicht verloren, ein karnevalistisches Bühnenprogramm aufzuführen. Unter dem Motto „Malle ist uns egal, wir campen am Kanal“ stand das Programm, das am Donnerstag und Freitag von jeweils mehr als 200 Zuschauerinnen bejubelt wurde.

Die Frauen schrieben auch in diesem Jahr die Texte selbst. Nach den Weihnachtsferien begann die heiße Proben-Phase, zumal man sich nun zweimal in der Woche traf. Dazu kam der Bau der Kulissen, das Nähen der Kostüme, das Aussuchen der Musik, das Gestalten der Plakate und der Entwurf der Eintrittskarten. Unterstützt wurden die Laienschauspielerinnen auch von ihren Männern, die ihren Frauen die ganze Zeit über den Rücken für ihr Jecken-Hobby freihielten.

In diesem Jahr ging es ums Relaxen

Nach letztjährigen Programm im „Fitnessstudio Frauensache“ war in diesem Jahr Relaxen angesagt, nicht auf Hawaii und erst recht nicht auf Mallorca, sondern auf dem Campingplatz „Frauensache“ irgendwo am Wesel-Datteln-Kanal zwischen den Grenzen zu Dorsten und Gartrop. Ein Campingwagen inmitten einer umzäumten Parzelle bot die passende Kulisse im Ramirez. In diesem Ambiente fühlten sich nicht nur die Theaterfrauen wohl, sondern auch Sandra Döing-Ruthert und Tanja Wiesker, die sich als „Königinnen vom Kanal“ unter die farbenprächtig kostümierten Gäste mischten. Die allermeisten Besucherinnen sorgten als Engel, Cowboys, Schmetterlinge, Maikäfer, Katzen, Prinzessinnen, Schneemänner oder gar als Sektflaschen für ein närrisches Flair.

Schermbecker Theatergruppe „Frauensache“ präsentierte ihr karnevalistisches Programm

Die Besucherinnen sorgten in bunten Outfits für gute Laune. © Helmut Scheffler

Durch das abwechslungsreiche Programm führte auch in diesem Jahr wieder die von Claudia Oberheim gemimte Putzfrau „Uschi“, die ihren Mann Herbert mit all den Schwächen vorstellte, die für schallendes Gelächter sorgten. Ein Mann wie Herbert, der in Sachen Hygiene nur einen von fünf Sternen verdient und zum Joggen stets seine Patientenverfügung mitnimmt, der animierte den ganzen Saal zum Lied „Wir woll`n den Herbert seh`n“. „Zum nächsten Jubiläum wird er kommen“, versprach Uschi.

Der Virus machte den Anfang

Für die ersten lustigen Szenen sorgte ein von Ulla Bienbeck gespielter Virus, der über Dr. Leßmann, Aldi und Babsi Grüter zum Kanal gelangte und im Gespräch mit Camperin Petra Becker irgendwann traurig feststellte: „Keiner will mich haben, und wenn sie mich haben, wollen sie gleich mit mir ins Bett und danach wollen sie mich schnell wieder loswerden.“

Während Anette Speckamp und Anja Prinz auf die nächste freie Dusche warteten, blieb ihnen viel Zeit, über Männer im Allgemeinen und im Vorruhestand zu plaudern. Holger, der in 30 Jahren wesentlich ovaler geworden ist und seine Frau im Mini-Unterhöschen vor einer drohenden Blasenentzündung warnt, wurde zum Gelächter der Zuschauerinnen.

Schermbecker Theatergruppe „Frauensache“ präsentierte ihr karnevalistisches Programm

Die Theatergruppe machte dieses Jahr Camping-Urlaub. © Helmut Scheffler

Seit ihrem einwöchigen Aufenthalt auf der „Aida“ sind sich Ulla Bienbeck und Ingrid Bienbeck einig, dass ein Aufenthalt auf dem Kreuzfahrtschiff wesentlich preisgünstiger ist als in der Seniorenresidenz, weil es auf dem Schiff neben geregeltem Essen jeden Tag frische Bettwäsche gibt, einen Masseur und eine Krankengymnastin, dazu den Vorteil hat, nach dem Tod nicht unter die Erde zu müssen, sondern die schöne Unterwasserwelt erleben kann.

Unter Wasser gingen auch Karin Jasper-Kock und Anne Heuwing, die bei einer U-Boot-Fahrt im Kanal sogar Haien, Korallen, Quallen, Zitronenfischen, einem Kofferfisch und Trompetenfischen begegnen, die allesamt von Personen gemimt wurden.

Tanzen übernahmen die anderen

Tanzen war nie so recht ein Ding für die Theatergruppe Frauensache. Das übernahmen auch in diesem Jahr andere Akteure. Als junge Sterne tanzten Lara Koltz, Katharina Marsfeld, Antonia Endemann und Nina Schulte-Loh zu einem Mix aus „Durta“, „Pacito“ und „Senorita“. Zur Musik von „A little Party never killed nobody“ tanzten die „Neonnights“ Anne Becker, Esther Schlamann, Manuela Gaffke und Helen Becker. Zwischen den einzelnen Vorträgen luden Jens Halfmann und sein Team zum Schunkeln oder zum Tanzen ein. Auch auf die übliche Polonäse durch den Saal wurde diesmal nicht verzichtet.

Im großen Finale ließ die Theatergruppe anhand einer Dia-Show die bisherigen Karnevalsfeiern seit dem Start im Jahre 2010 Revue passieren, wobei jeweils eine zentrale Figur noch einmal singend auf der Bühne auftrat.

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