Schermbecker FDP fordert Entnahme von Wölfin Gloria

Wolfsgebiet Schermbeck

Nach wiederholten Nutztierrissen im August fordert die Schermbecker FDP die Entnahme von Wölfin Gloria. Die Sorgen von Schäfern und Landwirten seien lange genug missachtet worden.

Schermbeck

, 31.08.2020, 09:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die FDP Schermbeck fordert nach zahlreichen Nutztierrissen im August die Entnahme von Wölfin Gloria.

Die FDP Schermbeck fordert nach zahlreichen Nutztierrissen im August die Entnahme von Wölfin Gloria. © Heinz-Wilhelm Beckmann

Die FDP Schermbeck beobachte die „Rückkehr des Großraubtieres in unsere Heimat“ sehr besorgt, so Vorsitzender Simon Bremer in einer Mitteilung. Seit Anfang August sei es zu 14 Schafsrissen und zwei Damwildrissen gekommen, bei denen Zäune, die bisher als „wolfssicher“ galten, wiederholt überwunden wurden.

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Dies „sollte nun endlich der Startschuss für die Politik sein, zu handeln, nachdem man die begründeten Sorgen unserer Schäfer und Landwirte lange genug missachtete“, so Bremer. Nicht nur die direkten Schäden (Nutztierrisse), sondern auch indirekte Folgen, wie erhöhte Kosten für die Schäfer und Landwirte bei der Anschaffung von Herdenschutzhunden (in der Nebenerwerbsviehhaltung meist gar nicht rentabel) oder Mehrkosten und erhöhter Arbeitsaufwand bei der Einrichtung von Schutzzäunen, seien nicht zu vernachlässigen.

Stress für Tiere und Halter

Hinzu komme der Stress, der durch jedes Eindringen des Wolfes in eine Herde bei Tieren und Haltern erzeugt werde. Außerdem Tierarztkosten sowie die Gefährdung des Straßenverkehrs durch aufgescheuchte Nutztierherden. „Wer übernimmt die Verantwortung bei möglichen Verkehrsunfällen durch aufgescheuchte Nutztiere, Frau Heinen-Esser?“ Derzeit werde nur in obsolete Schutzmaßnahmen investiert. Man sehe die Entnahme der Wölfin als einziges probates Mittel, um Viehhaltung und Viehhalter zu schützen.

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