Schermbeck lockert Betretungsverbote für Rückkehrer aus Risikogebieten

Coronavirus

Die Sicherstellung von Versorgung und Betreuung überwiegt das Interesse an einer Kontaktreduzierung: Die Gemeinde Schermbeck lockert ihre Betretungsverbote in medizinischen Einrichtungen.

Dorsten

, 21.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rückkehrer aus Risikogebieten durften seit Dienstag in Schermbeck zwei Wochen lang u.a. grundsätzlich keine Pflegeheime betreten. Ab sofort gilt für sie eine Ausnahme, sofern sie unverzichtbar für die medizinische oder pflegerische Versorgung oder die Aufrechterhaltung des Betriebs sind (Symbolbild).

Rückkehrer aus Risikogebieten durften seit Dienstag in Schermbeck zwei Wochen lang u.a. grundsätzlich keine Pflegeheime betreten. Ab sofort gilt für sie eine Ausnahme, sofern sie unverzichtbar für die medizinische oder pflegerische Versorgung oder die Aufrechterhaltung des Betriebs sind (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Die Gemeinde Schermbeck lockert die Betretungsverbote für Reiserückkehrer aus Risikogebieten in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Personen, die für die medizinische oder pflegerische Versorgung oder die Aufrechterhaltung des Betriebs zwingend gebraucht werden, dürfen folgende Einrichtungen ab sofort wieder betreten: Krankenhäuser, Vorsorge- und Reha-Einrichtungen (in denen eine mit Krankenhäusern vergleichbare Versorgung erfolgt), Dialyse-Einrichtungen, Tageskliniken, stationäre Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe sowie besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen.

Der Zugang zu diesen Einrichtungen war Reiserückkehrern aus Risikogebieten seit Mittwoch (18.3.) grundsätzlich für 14 Tage nach Aufenthalt untersagt. Die jetzt getroffene Ausnahmeregelung dient der Aufrechterhaltung der Behandlungs- und Betreuunskapazitäten.

Das Interesse an dieser Aufrechterhaltung überwiege das Interesse an einer Kontaktreduzierung, heißt es zur Begründung in der Allgemeinverfügung der Gemeinde von Samstag (21.3.). Die Einrichtungen entscheiden selbst über die Unverzichtbarkeit betroffener Personen und sollen ihre Entscheidungen dokumentieren (Name der Person, Entscheidungsperson, kurze Begründung).

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