Schermbeck ist familienfreundlich - Kritik an Sauberkeit der Schulklos

dzUmfrage

Schermbeck ist eine familienfreundliche Gemeinde - darin sind sich drei von vier Umfrageteilnehmern einig. Die Sauberkeit der Schulen und der dortigen Toiletten wird hingegen kritisiert.

Schermbeck

, 18.08.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie zufrieden sind die Schermbecker mit ihrer Verwaltung? Bei unserer Online-Umfrage beteiligten sich 138 Personen, was zwar kein repräsentatives Ergebnis bedeutet, aber ein Stimmungsbild ergibt.

Dass Schermbeck familienfreundlich ist, trifft laut 32,6 Prozent der Befragten „voll und ganz zu“, 42,7 Prozent sagen, dass dies eher zutreffe. Nur 14,5 Prozent der Befragten sagen, dass die Aussage eher nicht zutreffe, 3,6 Prozent sagen, dass die Aussage gar nicht zutrifft.

Hohe Zustimmung drücken die Umfrageteilnehmer zur Anzahl ihrer Spiel- und Sportmöglichkeiten in Schermbeck aus. Gerade richtig sei die Anzahl der Spielplätze sagen mehr als 68 Prozent der Befragten, „eher zu wenig“ finden 11,6 Prozent. Die Anzahl der Sportstätten wird von 56,5 Prozent der Befragten als „gerade richtig“ empfunden, „eher zu wenig“ seien es laut 21,7 Prozent.

„Die Schullandschaft in Schermbeck ist für die nächsten Jahre gut aufgestellt.“ Diese Aussage finden 18,2 Prozent der Befragten voll und ganz zutreffend, und 35 Prozent eher zutreffend. 19,7 Prozent finden, dass dies eher nicht zutreffe, 12,4 Prozent, dass es gar nicht zutreffe.

Zur Sauberkeit an den Schulen machten viele Umfrageteilnehmer deutlich, dass sie dazu nichts sagen könnten oder wollten. Bei der generellen Sauberkeit waren dies 39 Prozent, bei den Schultoiletten sogar mehr als 51 Prozent.

Insgesamt mehr als 32,5 Prozent empfinden die Sauberkeit an den Schermbecker Schulen nicht als ausreichend, 28,2 Prozent sehen das anders. Bei der Frage nach der Sauberkeit der Toiletten ist das Bild eindeutiger. Nur 20 Prozent empfinden die Schulklos als sauber genug, 28,2 Prozent sagen das Gegenteil.

„Da kann man definitiv mehr machen“

„Da kann man definitiv mehr machen“, sagt Bürgermeister Mike Rexforth dazu. „Wir haben aber keine eigenen Mitarbeiter, die die Schulen reinigen, sondern Fremdfirmen mit einer hohen Personalfluktuation. Man muss auch ehrlicherweise sagen: Da werden nicht die besten Gehälter bezahlt. Deshalb haben wir da keine Kontinuität drin - das ärgert uns auch.“ Die Reinigungsintervalle könne man verkürzen - „das ist aber auch immer eine Preisfrage“. Rexforth sagt zu den Klos aber auch: „Wir können nicht fünfmal am Tag den Schülern hinterherputzen.“

Heiß diskutiert wird die Digitalisierung der Schulen. Wir fragten, ob Eltern an der digitalen Ausstattung finanziell beteiligt werden sollen. Rund 33,4 Prozent sind dafür, 46,4 Prozent dagegen. „Digitales Lernen wird die Kommunen vor große Herausforderungen stellen“, sagt Rexforth. Die Geräte müssten einheitlich sein und alle paar Jahre erneuert werden. Eine finanzielle Größenordnung, „die der Haushalt nicht schultern kann“.

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