Schäfer will Wölfin Gloria erschießen lassen

Wolf

Nach dem Antrag eines Schäfers auf Abschuss der Wölfin Gloria hat der Kreis Wesel das Landesumweltamt NRW eingeschaltet. Es soll die bisherigen Schafsrisse fachlich bewerten.

Schermbeck

09.01.2020, 18:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Schäfer hat den Abschuss von Wölfin Gloria beantragt.

Ein Schäfer hat den Abschuss von Wölfin Gloria beantragt. © dpa

Das teilte der Kreis am Donnerstag mit. Der Kreis rechne nicht mit einer kurzfristigen Entscheidung über den Tötungs-Antrag. Ein Schäfer hatte den Antrag gestellt, die Wölfin mit der Kennung GW954f zu töten.

Den Antrag begründete der Schäfer mit der Gefährdung seiner Herde. 18 Schafe, die bei acht Übergriffen getötet oder verletzt wurden, gingen nachweislich auf das Konto der Wölfin. Die Nachweise für zwei Übergriffe im Dezember stehen laut Kreis noch aus.

„Kein Problemwolf“

Noch Ende September hatte das NRW-Umweltministerium erklärt, die umstrittene Wölfin sei kein Problemwolf. Das habe die eingehende Prüfung durch Fachleute von Land und Bund ergeben.

Die Experten hatten die Umstände der Schafsrisse durch die Wölfin überprüft und festgestellt, dass die erforderlichen Schutzmaßnahmen durch die Schafhalter nicht optimal umgesetzt seien. Das Tier stehe aber unter besonderer Beobachtung.

Nach der jetzt vom Landesumweltamt erbetenen fachlichen Bewertung werde es in Abstimmung mit dem NRW-Umweltministerium eine rechtliche Bewertung geben und einen Entscheidungsvorschlag, teilte der Kreis Wesel mit. Die Entscheidung habe europaweite Relevanz und sei von grundsätzlicher Bedeutung.

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