Rentner für Gahlen im Einsatz

GAHLEN Ihr Ruf nach den Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofes kommt zu allerletzt. Erst einmal regeln die Senioren des Heimatvereins Gahlen die Probleme des Lippedorfes in eigener Regie, und das nicht erst seit heute.

von Von Helmut Scheffler

, 11.07.2008, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Rentnertruppe des Heimatvereins Gahlen packt überall an, wo es um die Verschönerung des Lippedorfes geht.

Die Rentnertruppe des Heimatvereins Gahlen packt überall an, wo es um die Verschönerung des Lippedorfes geht.

Wenn Senior Hans Heckermann zu einem Auftrag ruft, kann er sicher sein, dass sie fast alle kommen. Der langjährige Vorsitzende Gustav Ruloff gehört ebenso zum emsigen Rentnerteam wie Rainer Zeppen, Wolfgang Joergens, Walter Nuyken, Horst Sgodda, Willi Hartwig, Siegfried Biedermann, Gerd Becks, Hermann Boveland, Horst Henkel, Hans Kubitza und Hans Heckermann.

Mehrmals jährlich muss das Kneipp-Wassertretbecken im Gahlener Aap gereinigt werden. Im Frühjahr wird das Becken gereinigt und mit Wasser gefüllt. Der Rasen wird regelmäßig gemäht, die Bepflanzung zurückgeschnitten und vom Wildwuchs befreit. Mehrmals wöchentlich fährt Rentner Willi Hartwig mit dem Fahrrad ins Aap, um das Kneipp-Wassertretbecken und sein Umfeld zu kontrollieren. Dabei entleert er nicht nur die Mülleimer und achtet auf die allgemeine Sauberkeit. Er kontrolliert auch das Armbecken und das richtige Funktionieren der Zeitschaltuhr für die Pumpen.

Ein besonderes Augenmerk richten die Rentner auf den Mühlenteich und das Mühlrad. Die Fontänen werden kontrolliert. Um zu gewährleisten, dass das Mühlrad sich solange wie möglich drehen kann, wird mithilfe von Schütten der Wasserstand des Mühlenteiches geregelt.

Kräftig zugepackt

Als auf der Mittelinsel des Dorfmühlenteiches ein neues Schwanenhaus aufgestellt werden sollte, waren es wiederum die Rentner des Vereins, die kräftig zupackten. Im vergangenen Jahr haben die Rentner mehrere Bänke mit Tischen aufgestellt.

Das Brauchtum im Lippedorf halten die HV-Senioren hoch. Den Maikranz binden sie jährlich in aller Stille und hängen ihn anschließend auf der Wiese vor der Dorfmühle auf. Am Vorabend der Erntedankfeier im Herbst binden die Rentner, unterstützt von den Vorstandsmitgliedern Jürgen Höchst, Jürgen Henkel und Herbert Gülker, den Erntekranz. Während der Kirmes und der Nikolausfeier stehen Zelte des Heimatvereins auf dem Platz; die Rentner übernehmen das Auf- und Abbauen.

Ob Baumpflanzaktionen im Ortskern, Aufhängen von Nistkästen, Schaufeln von Gräben für die Wasserversorgung der Pumpe am Teich oder für Stromleitungen im Umfeld des Mühlenteiches: Die Rentnertruppe des Heimatvereins ist ein Garant für die pünktliche und gewissenhafte Fertigstellung der Arbeiten.

Arbeit gibt es genug

Das Modell der Arbeit im Alter soll in Gahlen auch weiterhin Bestand haben. Jeder Rentner, der sein Spezialwissen und seine handwerklichen Fertigkeiten in den Dienst des Lippedorfes stellen möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei Hans Heckermann (Provinzial-Versicherung in der Haus-Gahlen-Straße) zu melden. Arbeit gibt es genug und vor allem viel mehr Lob, als man im Berufsleben jemals bekommen hat. Statt einer Lohntüte gibt es viele gesellige Stunden und neue Freunde.

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