Prioritätenliste zeigt Bushaltestellen, die zuerst barrierefrei werden

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Die Bushaltestellen sollen barrierefrei werden. Für den Ausbau in den kommenden drei Jahren hat die Gemeinde schon festgelegt, welche Haltestellen Priorität haben.

Schermbeck

, 25.04.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

58 Haltestellen zählt die Liste auf, die dem Schermbecker Rat für seine Sitzung am 29. April vorgelegt wird. Dann soll die Politik die Verwaltung beauftragen, den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen weiter voranzutreiben - dafür steht das Förderprogramm „Investitionsmaßnahmen des ÖPNV“ des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr zur Verfügung.

Wie bei den Plänen für eine Umgestaltung der ÖPNV-Situation am Rathaus hatte die Gemeinde vom Verkehrsverbund eine Einplanungsmitteilung erhalten, „die vorsieht, insgesamt zwölf Bushaltestellen in einem Zeitraum von drei Jahren barrierefrei auszubauen“, so Alexander Thomann von der Verwaltung.

Schermbeck müsste 5 Prozent Eigenanteil übernehmen

Da Schermbeck Nothaushaltskommune ist, sieht die Förderung einen Eigenanteil von fünf Prozent für die Gemeinde vor - ansonsten wären es zehn Prozent gewesen. Bei 367.700 Euro, die der VRR als zuwendungsfähige Ausgaben vorsieht, würde der Eigenanteil Schermbecks bei 18.385 Euro liegen.

Anders als bei den Planungen zur Haltestelle am Rathaus sieht Thomann zunächst allerdings keine höheren Kosten auf Schermbeck zukommen. Um den Förderantrag zu stellen, müssten Pläne erstellt werden, bei denen man auf Bewährtes zurückgreifen könne: „Mit Blick auf Erfahrungswerte aus dem barrierefreien Ausbau der Haltestellen am Heggenkamp und an der Gesamtschule kann bei dem hier in Rede stehenden Ausbau alleine aufgrund der standardisierten Vorgaben im Wesentlichen auf bereits vorhandene Unterlagen zurückgegriffen werden.“

Haltestellen in Nähe der Mittelstraße werden zurückgestellt

Die 58 Schermbecker Haltestellen wurden in eine Liste aufgenommen, die die Einwohnerzahl des Einzugsgebiets sowie den Ausbauzustand berücksichtigt. Demnach müssten eigentlich die Haltestellen „Zur Linde“, „Kath. Schule“, „Overkämping“ und „Kath. Kirche“ zu den ersten auszubauenden Haltestellen zählen, doch aufgrund des zu erwartenden Ausbaus der Mittelstraße wird dies auf 2022 zurückgestellt - abhängig davon, ob wirklich die Mittelstraße ausgebaut wird.

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2020 wären nach der Liste die Haltestellen „Marellenkämpe“ und „Gahlener Post“ barrierefrei auszubauen. 2021 würden die Haltestellen „Hecheltjen“ und „Gewerbegebiet“ folgen. 2023 ginge es an die Haltestellen „Dicke Linde“, „Schetterstraße“ und „Lippeweg“.

Die Haltestelle Paßstraße in Gahlen ist in der Liste mit der Bemerkung „gegebenenfalls weiterer ZOB?“ versehen. Ob dort tatsächlich ein Zentraler Omnibus-Bahnhof entstehen soll, dürfte aber am 29. April wohl noch nicht beschlossen werden.

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