Ölpellets-Skandal: Umweltausschussvorsitzender unterstützt Gahlener Bürgerforum

Ölpellets-Skandal

Zwei bisher vom Kreis unbeantwortete Fragen des Gahlener Bürgerforums im Ölpellets-Skandal veranlassen Udo Bovenkerk, das Thema auf die Tagesordnung des Umweltausschusses zu setzen.

Schermbeck

, 05.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ölpellets-Skandal: Umweltausschussvorsitzender unterstützt Gahlener Bürgerforum

Im Mühlenberg im Gahlen wurden rund 30.000 Tonnen giftiger Ölpellets illegal abgelagert. © Helmut Scheffler

Dem Bürgerforum liegen Stellungnahmen des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW zu zwei Gutachten (Asmus & Prabucki sowie ahu) im Ölpellets-Skandal vor, bei dem rund 30.000 Tonnen giftiger Ölpellets illegal in einer ehemaligen Tongrube in Gahlen landeten. „Interessanterweise decken sich die grundsätzlichen Befürchtungen des LANUV in wesentlichen Punkten mit den unsrigen“, so die Sprecher des Bürgerforums, Hamlet Schöpgens, Matthias Rittmann und Stefan Steinkühler.

Das LANUV sah Nachbesserungsbedarf, deshalb gab es am 20. Mai 2016 eine Besprechung mit Behördenvertretern. Im Besprechungsvermerk findet sich laut Bürgerforum, dass das LANUV eine systematische Aufarbeitung vorgeschlagen habe, um Wechselwirkungen der Giftstoffe und den Schadstoffaustrag zu untersuchen. Das lehnte der Kreis ab.

Warum? Diese Frage stellte das Bürgerforum Ende November. Und wollte wissen, warum stattdessen nur das Sickerwasser zusätzlich auf Molybdän und Selen untersucht wurde. „Ohne zu wissen, auf welche Parameter insgesamt zu untersuchen ist“, mache das keinen Sinn, so das Bürgerforum.

Umweltausschussvorsitzender Udo Bovenkerk (CDU) bittet den Landrat nun, einen Sachstandsbericht zu geben, die LANUV-Stellungnahme vorzulegen sowie Auskünfte über das geplante Gutachten und Korruptionsvorwürfe gegen einen Kreismitarbeiter zu geben.

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