Neue Giftköder aufgetaucht: Polizei und Ordnungsamt warnen

Giftköder

Erneut sind mit Nägeln gespickte Wurststücke in Schermbeck gefunden worden. Ordnungsamt und Polizei warnen vor Giftködern und suchen die Umgebung nach weiteren Ködern ab.

Schermbeck

, 15.04.2021, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizei und Ordnungsamt warnen vor Giftködern, die unter anderem an diesem Weg gefunden wurden.

Polizei und Ordnungsamt warnen vor Giftködern, die unter anderem an diesem Weg gefunden wurden. © Berthold Fehmer

Am Mittwochabend zwischen 17.45 und 19 Uhr habe eine Hundebesitzerin am Tüschenbachweg mehrere Mettwurstenden entdeckt, die mit Nägeln gespickt waren. Ordnungsamt und Polizei suchten am Donnerstag die Umgebung nach weiteren Ködern ab.

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Ende März hatte eine Hundehalterin dem Ordnungsamt zum ersten Mal mitgeteilt, dass sich im Bereich der Maassenstraße an der alten Bahntrasse Giftköder befinden. Im Zuge der Anzeigenaufnahme bei der Polizei, berichtete die Schermbeckerin, dass ihr Hund davon gefressen habe und sie sich beim Aufheben eines Köders verletzt hätte.

Warnschilder aufgehängt

Über eine Tierhundvereinigung wurden in diesem Bereich Warnschilder und große Zettel ausgehängt. Parallel suchten der Bauhof und die Polizei die Gegend nach weiteren Ködern ab. Die Suche führte jedoch nicht zu weiteren gefährlichen Gegenständen.

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Am Donnerstag (8. April) gegen 18.15 Uhr, fand die Hundebesitzerin (34) im Bereich Gietlingsweg erneut Giftköder. Sie meldete den Vorfall am Freitag und brachte den Polizisten einen Köder mit, der aus Fleisch, Brot und einer aggressiv riechenden Chemikalie bestand.

Weitere Giftköder gefunden

Am Samstag (10. April) meldete sich eine 57-jährige „Giftköder-Sucherin“ mittags bei der Polizei und teilte mit, dass sie im Laufe des Vormittags ebenfalls im Bereich des Gietlingswegs Giftköder gefunden habe. Eine Absuche der jeweiligen Stellen, Maassenstraße, Lohstege, Gietlingswiese und Gietlingsweg, durch die Gemeindemitarbeiter und die Polizei verlief negativ.

Nach Bekanntwerden des ersten Falls sensibilisierten Bezirksdienstbeamte aus Schermbeck und Hünxe Hundebesitzer und -Besitzerinnen. Darüber hinaus befragten sie auch Spaziergänger nach Beobachtungen und standen in ständigem Austausch mit dem Ordnungsamt.

Radfahrer beobachtet

Am Montag (12. April) meldete sich die 34-jährige Hundebesitzerin erneut bei der Polizei und teilte mit, dass sie am Sonntagabend (11. April) gegen 19.30 Uhr einen verdächtigen Fahrradfahrer gesehen habe. Der Mann war zwischen 25 und 30 Jahre alt, trug einen schwarzen Kapuzenpullover und hatte einen schwarzen Rucksack dabei. Er hielt mehrmals an und sah sich um, bevor er mit einem schwarzen Mountain-Bike weiter fuhr.

Zurzeit stehe nicht fest, ob der Fahrradfahrer tatsächlich mit den Ködern im Zusammenhang steht, so die Polizei. „Spaziergänger, die etwas Verdächtiges bemerken oder Personen sehen, die sich ungewöhnlich verhalten, werden gebeten, über den Notruf 110 die Polizei zu rufen.“ Weitere sachdienliche Hinweise erbittet die Polizei in Hünxe unter Tel. (02858) 918100 .

Das Ordnungsamt und die Polizei bitten Hundebesitzer vorsichtig zu sein, da nicht auszuschließen ist, dass weitere Giftköder ausgelegt werden.

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