Das Bullenreiten auf dem Parkplatz Overkämping wurde vom RZFV Wodan Damm angeboten. © Helmut Scheffler
Schermbeck Markt

Mittelstraße wurde endlich wieder zur Festmeile

Die Mittelstraße wurde am Samstag zur Festmeile. Wie sehr die Schermbecker und Besucher dies in der mehr als eineinhalbjährigen Pause vermisst hatten, wurde beim „Schermbeck Markt“ deutlich.

Auswärtige Händler traf man auf der für den motorisierten Verkehr geschlossenen Mittelstraße nicht. Diesmal blieb Schermbecks Hauptgeschäftsstraße den anliegenden Geschäften, weiteren Betrieben aus dem Gemeindegebiet, den Vereinen und einzelnen Nachbarschaftsgruppen reserviert.

Im Einmündungsbereich von Schienebergstege und Mittelstraße zeigten elf Kinder der Dammer Einrad-Gruppe ihr Geschick. Im unteren Bereich der Mittelstraße stellten Helfer des TuS Gahlen die Abteilungen vor. Das reicht vom Ballsport und vom „Fit ab 50“ über Lauftreffs und Pilates bis hin zum Tanzen im Sitzen und „Yoga ganz sanft“. Auf offener Straße konnten die Zuschauer die Techniken von Judokas miterleben und die Kampfkunst Kempo Karate kennen lernen.

Die Dammer Einradgruppe erhielt an der unteren Mittelstraße für ihre Vorführungen viel Applaus.
Die Dammer Einradgruppe erhielt an der unteren Mittelstraße für ihre Vorführungen viel Applaus.

Mit drei Abteilungen war der SV Schermbeck am Start. Die Leichtathleten überprüften im Fitnesstest Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Ausdauer der Teilnehmer. Die Handballer maßen die Geschwindigkeit eines Balles im Moment eines Torwurfes. Die Tischtennisspieler luden zu einem Tennisspiel auf einer Mini-Platte ein.

Weselerwalder Vereine traten im Zelt auf

Die Vereine des Ortsteiles Weselerwald traten in einem Zelt auf. Die Erntegruppe Weselerwald brachte ihren Erntekranz mit. Elke Bohmkamp zeigte selbst hergestellten Schmuck. Vorstandsmitglied Heinz-Erich Ohletz lud Passanten zum Holzstapeln ein. Das Tambourkorps Weselerwald stellte seine Instrumente vor, der Schützenverein seine Uniformen und Holzgewehre.

Die Sportschützen Schermbeck luden zu einem Schießen mit dem Lasergewehr ein. Die von Stefan Heier geleitete Jugendgruppe der Schießgruppe Altschermbeck belohnte die Schützen mit Zuckerwatte und Popcorn. Auf dem Parkplatz vor Rossmann stellten die Odtimerfreunde Schermbeck neun Oldtimer-Autos ab, darunter einen Opel Olympia Rekord aus dem Jahre 1957.

Helen Zöberer präsentierte ihre mit Acrylfarbe bemalten Keramikfiguren. In der ehemaligen reformierten Kirche nahe der Burg bot Simone Abelmann Workshops für das Zeichnen von Sketchnotes an. Nicole Fasselt zeigte, wie man an der Drehscheibe töpfert. Hobbykünstler Dennis Tillmann bot seine aus heimischen Hölzern gedrechselten Schalen, Vasen und Ringe zum Verkauf an.

Ritt auf dem elektrischen Bullen

Die Gagu-Zwergenhilfe verkaufte Reibekuchen; der Erlös geht ans „Home of hope“ in Sierra Leone. Der Förderverein des Kindergartens Stenkampshof verwöhnte mit Waffeln und Marmeladen aus regionalen Früchten. Bewohner und Mitarbeiter des „Haus Kilian“ pflückten Äpfel und verarbeiteten die zu Saft und Gelee. Waffeln und Kaffee boten die Mitglieder des Reit-, Zucht- und Fahrverein Wodan Damm auf dem Parkplatz Overkämping an. Viel Spaß bereitete den jüngeren Festbesuchern das Reiten auf einem elektrischen Bullen.

An mehreren Stellen hatten Kinder oder Familien zwischen den Ständen der Vereine auf Decken all das ausgebreitet, was im heimischen Kinderzimmer nicht mehr benötigt wurde. Hilfe für Menschen in Not organisierten Andrea Stemmermann und Gaby Eggert. Den durch den Verkauf von Weinen erzielten Erlös erhalten Flutopfer in Dernau an der Ahr.

Eineinhalb Stunden lang bewies die von August Krayenbrink geleitete Blaskapelle „Einklang“, dass sie es auch in der Coronazeit nicht verlernt hat, die Menschen mit Stimmungsmusik zu unterhalten.

„Es war eine gute Mischung“

Der Werbegemeinschaftsvorsitzende Wolfgang Lensing war mit der Premiere des Festes „Schermbeck-Markt“ sehr zufrieden. „Es war eine gute Mischung für einheimische und auswärtige Gäste.“ Die Veranstaltung sei absolut wiederholungsfähig.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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