Minister freut sich über Einzelzimmer

SCHERMBECK Über eine Tatsache hat sich NRW-Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann bei seinem Besuch am Dienstag im Schermbecker Haus Kilian sehr gefreut: "Dass hier jeder behinderte Mensch ein Einzelzimmer hat."

von Von Michael Klein

, 15.07.2008, 15:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Minister Karl-Josef Laumann (Mitte) besuchte das Haus Kilian.

NRW-Minister Karl-Josef Laumann (Mitte) besuchte das Haus Kilian.

Der Besuch innerhalb der ministeriellen Sommertour war auf Initiative des CDU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Hüsken zu Stande gekommen, der bekanntlich lange Jahre als Leiter des Schermbecker Bauamtes tätig war.

Das Wohnheim für Menschen mit geistigen Behinderungen an der Erler Straße ist eine vergleichsweise kleine Einrichtung. Für Karl-Josef Laumann ein positiver Aspekt: "In solchen Häusern kümmert man sich meist intensiver um die Bewohner."

Behinderte werden nicht ausgegrenzt

Haus Kilian und der Gemeinde Schermbeck attestierte der Minister gute Integrationsfähigkeiten: "Hier wird kein Behinderter ausgegrenzt, hier werden die Bewohner im Ort bestens aufgenommen." Dies sei wichtig in einer Zeit, in der es immer mehr alternde Behinderte gibt. "An der Behindertenarbeit misst sich eine gute Sozialpolitik", sagte Karl-Josef Baumann, der sich entschieden gegen Kürzungen in diesem Bereich verwahrte: "In NRW arbeiten acht Millionen Menschen. Die müssen einfach für 60 000 Behinderte aufkommen können."

Nicht nur die Behinderten-, auch die Seniorenarbeit war Thema des anschließenden Gesprächs des Ministers mit Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter, der die Schwerpunkte der geplanten Seniorenarbeit der Gemeinde vorstellte. Teil des Konzeptes sind ehrenamtliche Seniorenbetreuer, die an der Akademie Klausenhof ausgebildet werden.

Nicht nurn ehrenamtliche Arbeit

Karl-Josef Laumann wies darauf hin, dass Seniorenarbeit nicht nur ehrenamtlich geleistet werden dürfe. Er versprach dem Bürgermeister allerdings, dass man prüfen könne, inwieweit das Schermbecker Modell in die Landes-Initiativen eingegliedert werden kann, die niederschwellige Angebote fördern. Die ambulante Betreuung sah der Minister aber nicht als alleinige Form der Altenarbeit an: "Manche Senioren wollen einfach in ein Heim, weil sie da immer Unterhaltung und andere Leute um sich haben. Denn im Alter allein zu Hause zu leben, kann manchmal sehr einsam sein."

Lesen Sie jetzt