Live-Fragestunde auf Youtube: „Der Wolf am Niederrhein“

Wolfsgebiet Schermbeck

Der grüne Kreisverband Wesel veranstaltet am 6. März (Samstag) ab 19 Uhr eine digitale Veranstaltung zum Thema „Der Wolf am Niederrhein“, die live auf Youtube gestreamt werden wird.

Schermbeck

, 28.02.2021, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Um den Wolf geht es jetzt auch digital. (Symboldbild)

Um den Wolf geht es jetzt auch digital. (Symboldbild) © dpa

Gäste sind der Deichgräf und Landwirt Ingo Hülser, Günther Rinke für die BUND-Kreisgruppe Wesel, Mike Dünow als Schäfer mit den meisten Schafsrissen in der Region, Peter Malzbender für die NABU-Kreisgruppe Wesel, Sven Zwirner als Experte für Sicherungsmaßnahmen und Wolfsabwehr von der Firma Patura sowie Dr. Matthias Kaiser für den LANUV als Leiter des NRW-Wolfmonitorings.

Die Kreisjägerschaft und Vertreter der Pferdehalter im Wolfsgebiet Schermbeck wurden für die Veranstaltung ebenfalls angefragt. Die Moderation wird Andreas Vollmert übernehmen. Niklas Graf wird für den Kreisvorstand der Grünen in das Thema einführen.

Alle Experten werden ihre Ansichten zum Thema Wolf vorstellen und begründen. Die Zuschauer haben daraufhin Gelegenheit, ihre Fragen an die Teilnehmer zu stellen. Darauf folgt eine Diskussionsrunde. Zum Abschluss wird der in der Region bekannte Regisseur Adnan Köse seine Wolfs-Dokumentation vorstellen.

Fragen können sowohl live über die Kommentare auf Youtube (Grüne Voerde) gestellt als auch im Vorfeld an verband@gruene-kreis-wesel.de und die Social Media-Kanäle der Grünen im Kreis Wesel (Facebook/Instagram) geschrieben sowie unter Tel. (0281) 065 0956 übermittelt werden.

In diesem Zusammenhang berichtet Eckhardt Vornbrock von der AG Wolf des Gahlener Bürgerforums von erneuten Wolfrissen im Wolfsgebiet Schermbeck. Zwei Kamerun-Schafe seien Donnerstagmorgen in Dinslaken von einem Wolf oder mehreren Wölfen gerissen worden. „Zum fünften Mal war Tierhalter Rolf Günsel betroffen“, so Vornbrock. Das LANUV sei vor Ort gewesen und habe den Vorfall aufgenommen.

Keine Spuren, wie der Schutz überwunden wurde

„Der Zaun entsprach nicht in Gänze dem empfohlenen Herdenschutz, obwohl der Geschädigte nachgerüstet hatte und alle sogenannten geeigneten Durchschlupfmöglichkeiten ausgebessert hatte. Es waren keine Spuren erkennbar, wie der Schutz überwunden wurde. Untergrabungen waren jedenfalls nicht festzustellen“, so Eckhard Vornbrock.

Ein Helfer, der bei dem Nachbarn am Morgen gegen 7 Uhr die Pferde fütterte, sei Zeuge des Vorfalls gewesen. Der Zeuge habe zu dieser Zeit die Heusäcke gefüllt und dabei einen Wolf an einem der gerissenen Schafe beobachtet. „Erst als er sich bis auf sechs Metern dem Wolf näherte, drehte dieser sich ab und verschwand hinter dem Schafstall. Bis zu diesem Zeitpunkt fixierte der Wolf den Beobachter und verlies keineswegs gestresst den Tatort“, so Vornbrock.

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