In Schermbeck gibt's zwei neue Wölfe Nachweise anhand von Kotproben

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Der NABU Bottrop fordert, dass die Wolfsverordnung mit europäischem und deutschen Recht übereinstimmt. (Symbolbild) © dpa
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Dass es in Schermbeck zwei neue Wölfe geben soll, war bereits bekannt. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigte neue Wolfsnachweise in Schermbeck (Kreis Wesel). Jetzt ist auch klar, um wen es sich handelt.

Am 6. und 7. August hatte man Kotproben eines Wolfes gefunden. Anhand von genetischen Untersuchungen konnten die Experten eine Wölfin nachweisen. Sie hat die Kennung GW2890f. Der Erstnachweis des Tieres im Gemeindegebiet erfolgte am 9. Juli 2022.

Ebenfalls bestätigt ist das Vorkommen des Wolfsrüden GW2889m. Auch ihn konnten die Experten anhand eines Kotfundes – am 28. August – und den nachfolgenden genetischen Untersuchungen nachweisen. Der Erstnachweis des Rüden im Gemeindegebiet stammt vom 4. Juli.

Die Nachweise wurden außerhalb des Streifgebietes des bekannten Schermbecker Rudels gefunden. Alle genetischen Ergebnisse beruhen auf Analysen des Senckenberg Forschungsinstitutes in Gelnhausen.

NRW fördert Prävention

Das LANUV empfiehlt Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet und in der umgebenen Pufferzone, die Tiere mit wolfsabweisenden Zäunen zu sichern. In den Wolfsgebieten und den Pufferzonen fördert das Land NRW Präventionsmaßnahmen wie beispielsweise die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent. Entschädigungen für getötete Tiere erhalten Halter nur, wenn ein wolfsabweisender Grundschutz vorhanden ist.

Bei Haus- und Nutztierschäden mit Wolfsverdacht ist es wichtig, innerhalb von 24 Stunden eine Probenahme für die genetische Auswertung zu sichern. Betroffene Tierhalter sind gebeten, sich unmittelbar nach dem Auffinden getöteter Tiere an das Landesumweltamt zu wenden.