Landesamt bestätigt: Ein Wolf hat sechs Schafe gerissen

Wolfsgebiet Schermbeck

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat einen weiteren Angriff eines Wolfs im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigt.

Schermbeck

12.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Landesamt bestätigt: Ein Wolf hat sechs Schafe gerissen

Ein Wolf hat in Hünxe wiederholt Schafe gerissen. © privat

Die genetischen Untersuchungen einer Speichelprobe haben laut LANUV gezeigt, dass das Tier am 23. Jun in Hünxei sechs Schafe getötet und vier verletzt hat. Eine mögliche Individualisierung wird momentan noch durch das Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen bearbeitet.

Der betroffene Tierhalter wurde über das aktuelle Ergebnis informiert. Er kann über die „Förderrichtlinie Wolf“ des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere und weitere Kosten erhalten. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des nordrhein-westfälischen Wolfmanagements und sieht Entschädigungsleistungen für gerissene Nutztiere vor, sofern ein Wolfsnachweis erfolgt ist.

100-prozentige Entschädigung

Den Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck und in der umgebenden Pufferzone wird empfohlen, ihre Tiere mit geeigneten Zäunen wolfsabweisend zu sichern. In Nordrhein-Westfalen werden auf der gesamten Landesfläche Haus- und Nutztierrisse zu 100 Prozent entschädigt, bei denen der Wolf als Verursacher bestätigt oder nicht mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.

In den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen werden auch Präventionsmaßnahmen wie die Anschaffung wolfsabweisender Elektrozäune zu 100 Prozent gefördert. Informationen zu den Förderhöhen geben die jeweiligen Bezirksregierungen.

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